Rückblick auf den Antirepressionskongress

Im Oktober 2010 fand in Hamburg der erste internationale Antirepressionskongress statt. Im Blickpunkt des dreitägigen Programms standen die zunehmende Repression gegen antikapitalistische Bewegungen, die   Überwachungsangriffe auf den öffentlichen und privaten Raum sowie die angsteinflössenden und kriegstreiberischen Ideologien der staatlichen und wirtschaftlichen Interesseverbände.
Dem Thema Umwelt- und Tierbefreiungsaktivismus wurde am Kongress besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Bewegungen, Gruppen und Einzelpersonen welche diesen zwei Kategorien zugeteilt werden können, sehen sich vermehrt mit staatlicher Repression konfrontiert. Tierausbeutungsbetriebe und umweltzerstörerische Konzerne lobbyieren seit einigen Jahren mit viel Einfluss in den politischen Gremien und Parlamenten, um Gesetze durchsetzen zu können, welche eine grundlegende Kritik an ihrer ökonomischen Praxis zum Ersticken bringen sollte.

Die Organisator_innen des Antirepressionskongress haben die Kongress-Homepage nun mit abrufbarem Material ergänzt, um dem Inhalt des Kongresses auch in Zukunft den notwendigen Nachdruck verleihen zu können, welcher in der heutigen Zeit benötigt wird.
Ein Besuch auf der Homepage lohnt sich auf jeden Fall. Im Folgenden jedoch eine kleine direkte Auswahl von Vorträgen im mp3-Format mit Bezug zu der Tierbefreiungsbewegung:

Melanie Bujok:
Das Spektakel der Drachenbändiger

Will Potter:
Grün ist das neue Rot (englisch)

Moshe Zuckermann:
Rosa Luxemburg – erlebtes Leid, Mitgefühl und gesellschaftliche Revolution

und noch vier Texte:

Abschlussresolution des Antirepressionskongress

Valerie Smith
Die Kriminalisierung der Tierrechtsbewegung als Testfeld für Repression

Moshe Zuckermann
Zertretener Wurm (Aphorismus)

Kongressflyer