Beiträge der Osterakademie zum Nachhören

Einzelne Beiträge der Osterakademie “Die Zukunft der Bewegung – Tierbefreiung zwischen Opposition und Affirmation” des Bündnis Marxismus und Tierbefreiung finden sich zum Nachhören auf unserem Youtube-Kanal:

Communiqué zur Demo «Das Schlachten beenden!»

Unter der Parole „Das Schlachten beenden“ haben sich am Samstag, den 13. Oktober 2018, in Zürich mehr als 150 Personen an einer Demonstration gegen die Fleischindustrie beteiligt. Dazu aufgerufen hatten die Tierrechtsgruppe Zürich, die Kommunistische Jugend Schweiz, das Bündnis Marxismus und Tierbefreiung, Aktivismus für Tierrechte, ATAZ und Tier im Fokus (tif). Während der Demonstration wurde die Ermordung von Millionen von Tieren, die Zerstörung der Natur und die Ausbeutung der Arbeiterinnen und Arbeiter durch die Fleischindustrie mit Transparenten, Schildern, zahlreichen Redebeiträgen, einem Theater und einem Live-Musikbeitrag thematisiert.

Demo Das Schlachten beenden!

Ausgehend vom Schlachthof Zürich, in dem pro Stunde bis zu 300 Tiere getötet werden, zog der Demonstrationszug lautstark durch die Stadtkreise 4 und 5 bis zum Sitz des Schweizer Fleisch-Fachverbandes (SFF) am Sihlquai. Als Arbeitgeberverband ist der SFF eine zentrale Interessensorganisation der Fleischindustrie.

In ihrer Begrüssungsrede stellte die Tierrechtsgruppe Zürich die Frage nach den Profiteuren der Tierausbeutung. Der Kampf gegen Tierausbeutung müsse die Konfrontation mit den Unternehmen und ihren politischen Handlangern suchen. Eine Rednerin des Bündnisses Marxismus und Tierbefreiung (MuTb) thematisierte die Lage der arbeitenden Klasse in der Fleischindustrie. Sie konstatierte, dass sich die Tierbefreiungsbewegung – will sie erfolgreich sein – mit den Lohnabhängigen in der Fleischindustrie gegen die Fleischbosse verbünden müsse. Ein weiterer Redner von MuTb zeigte auf, wie der SFF mit verschiedenen politischen und ökonomischen Mitteln versucht, die Kultur des Fleischessens aufrecht zu erhalten und auszuweiten.

Die Kommunistische Jugend Schweiz machte darauf aufmerksam, dass individuelle Konsumentscheidungen nicht genügen, um das Schlachten zu beenden und es deshalb des Klassenkampfes bedarf, um Mensch, Tier und Natur zu befreien. Im Beitrag von Tier im Fokus (tif) wurden die schrecklichen Zustände beschrieben, unter denen die Tiere in Schweizer Mastanlagen und Aufzuchtbetrieben leiden. Die Geschäftspraxis der Fleischindustrie verhindere eine Wahrnehmung sowohl der Tiere als auch der Menschen als Subjekte mit Würde. Die autonome Tierrechtsgruppe ATAZ stellte in ihrem Redebeitrag fest, dass es mutige Menschen brauche, die bereit seien, die Stimme für die Unterdrückten zu erheben.

Tiermord – mieser Lohn – jetzt enteignen – Konversion

Zentrale Forderungen der Demo waren die Enteignung der Fleischindustrie, ihre Überführung in eine vegane Lebensmittelproduktion unter gesellschaftlicher Kontrolle sowie die Entwicklung und Gewährleistung von Umschulungsprogrammen und alternativen Arbeitsplätzen für die betroffenen Lohnabhängigen. Zudem wurde ein sofortiger Stopp aller staatlichen Subventionen an die Fleischindustrie gefordert. An der Schlusskundgebung vor dem Hauptsitz des Schweizer Fleischfachverbands beim Sihlquai 255 wurden ein Transparent entrollt welches auf die Plusmacherei der Bosse auf dem Buckel der ausgebeuteten Arbeiter und mit dem millionenfachen Tiermord in der Fleischindustrie hinwies.

Kundgebung gegen TISA Zürich

Vor dem Ende der Demo wurden noch ein paar Worte zu der Besetzung im Hambacher Forst gesagt bevor man sich zu einem solidarischen Gruppenfoto aufstellte, welches an die widerständigen Aktivistinnen und Aktivisten im Hambacher Wald geschickt wurde..

Flugblatt «Das Schlachten beenden»!

Der allgegenwärtige Antisemit

Heute ist es kaum mehr möglich, Kritik an Israel zu äussern, ohne gleich als Antisemit gebrandmarkt zu werden. Linke Gesinnung macht davor keinen Halt und wendet sich immer mehr nach rechts. Der israelische Soziologe Moshe Zuckermann hat darüber ein neues Buch geschrieben. Die Tierrechtsgruppe Zürich hat mit ihm gesprochen. Das Interview ist erschienen in vorwärts – sozialistische Zeitung, am 4. Oktober 2018 (Nr. 31/32).

Kundgebung gegen TISA Zürich

Herr Zuckermann, der Antisemitismusvorwurf breitet sich im politischen Diskurs zurzeit inflationär aus. Mit dem real existierenden Antisemitismus hat das aber wenig zu tun. Wer also ist “der allgegenwärtige Antisemit” den Sie im Buchtitel ankündigen?

Eben der nur zur leeren Floskel verkommene “Antisemit”, der keiner ist, aber als solcher besudelt wird, um ihn politisch und gesellschaftlich zu verfolgen und auszuschalten. “Allgegenwärtig” ist dieser “Antisemit”, weil er als solcher beliebig abrufbar ist, allzeit zugegen durch den schieren Akt der perfiden Verleumdung. Dass er aber “allgegenwärtig” zu werden vermochte, zeugt vom nicht zu übersehenen Erfolg der verlogenen Agitatoren, die den Antisemitismus-Begriff fortwährend fremdbestimmt instrumentalisieren. Man kann Begriffe verhunzen und sie ideologisch verzerren; selten ist dies mit solcher Akribie und unverhohlener Ruchlosigkeit betrieben worden.

Die Differenzierung von Begriffen nimmt einen wichtigen Stellenwert in Ihrem neuen Buch ein. Wieso ist die Unterscheidung von Antisemitismus, Antizionismus und Israelkritik so wichtig?

Sie ist wichtig, weil eben die Gleichsetzung dieser Kategorien die ideologische Manipulation des politischen Diskurses als Totschlagargument ermöglicht. Da nun aber nicht alle Juden zionistisch, nicht alle Zionisten Israelis und nicht alle Israelis Juden sind, müssen nicht nur Judentum, Zionismus und Israel auseinandergehalten werden, sondern ebenso auch ihr Negation als Antisemitismus, Antizionismus und Israelkritik. Es gibt nichtzionistische Juden, die sich sogar etwas darauf zugute halten, dass sie keine Zionisten bzw. gar antizionistisch sind. So etwa orthodoxe und erst recht ultraorthodoxe Juden. Es gibt kommunistische Juden, die mit dem Nationalismus als solchen nichts am Hut haben. Und es gibt auch viele Juden (sehr viele in den USA), für die Israel keinerlei Relevanz für ihre Lebensausrichtung und ihre identitäre Bestimmung besitzt.

Welche gesellschaftlichen und politischen Kräfte sind dann an der Vermengung dieser Begriffe und damit an der Besudelung und Diffamierung von Israel- und Zionismuskritiker als “Antisemiten” interessiert und warum?

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Palästinenserin nicht willkommen

Die pro-israelische Plattform Audiatur-Online verhinderte den Aufritt von Manal Tamimi in Zürich, die seit Jahren als Betroffene gegen das israelische Besatzungsregime in der Westbank kämpft.
Ein Artikel der Tierrechtsgruppe Zürich, erschienen am 20. Sept. 2018 in Vorwärts – sozialistische Zeitung (Nr. 29/30).

Palästinenserin nicht willkommen

Die palästinensische Aktivistin Manal Tamimi hätte Anfang September auf Einladung von Café Palestine und der Gesellschaft Schweiz-Palästina bei zwei Veranstaltungen in Zürich über ihre Erfahrungen sprechen sollen, die sie beim Widerstand gegen die israelische Besatzung Palästinas gemacht hat. Doch ihre Auftritte im Zentrum Karl der Grosse und im Kulturhaus Kosmos, wo sie zur Diskussion des Dokumentarfilms «Even though my land is burning» des israelischen Filmemachers Dror Dayan zu Gast geladen war, wurden vereitelt. Die pro-israelische Plattform Audiatur-Online, in deren Stiftungsrat auch SVP-Nationalrat Alfred Heer sitzt, hatte dafür gesorgt, dass Tamimi bei beiden Anlässen verwehrt wurde, über die Okkupation aufzuklären.

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Demo: Das Schlachten beenden!

Schlachthof Demo Zürich 2018Für die Fleischproduktion werden im Sekundentakt massenhaft Tiere getötet, Lohnarbeitende in miesen Arbeitsverhältnissen ausgebeutet und die Natur nachhaltig zerstört. Davon profitieren hauptsächlich die Eigentümer der Schlachthäuser und Fleischbetriebe. Jahr für Jahr erwirtschaftet die Schweizer Fleischindustrie Umsätze von rund 10 Milliarden Franken. Das ist der Lauf der Dinge im Kapitalismus, wo Produktionsmittel das Privateigentum einer kleinen Minderheit sind und ihrer persönlichen Bereicherung dienen.

Es ist an der Zeit, dem Schlachten ein Ende zu setzen! Wir fordern deshalb die Enteignung der Fleischindustrie, ihre Überführung in eine vegane Lebensmittelproduktion unter gesellschaftlicher Kontrolle sowie die Entwicklung und Gewährleistung von Umschulungsprogrammen und alternativen Arbeitsplätzen für die betroffenen Lohnabhängigen. Wir fordern ausserdem einen sofortigen Stopp aller Subventionen, welche die Fleischindustrie vom bürgerlichen Staat jährlich erhält.

Am Samstag 13. Oktober 2018 tragen wir den Protest gegen die Fleischwirtschaft auf die Strasse: Mit einer Demo werden wir vom Schlachthof Zürich bis vor den Sitz des Schweizer Fleisch-Fachverbands, einer zentralen Interessensorganisation der Verantwortlichen und Profiteure des Schlachtens, ziehen. Schliess dich dem Protest an!

Schluss mit dem Profit auf Kosten von Mensch, Tier und Natur!

Demo
13. Oktober 2018
13:30 Uhr
Schlachthof Zürich, Eingang Herdernstrasse

Facebook-Veranstaltung

Die Demo wird unterstützt von:
Tierrechtsgruppe Zürich, Kommunistische Jugend Schweiz, Bündnis Marxismus und Tierbefreiung, ATAZ, Aktivismus für Tierrechte, tier-im-fokus.ch (tif) (die Liste wird laufend ergänzt)

 

Veröffentlichung des Thesenpapiers auf Englisch: 18 Theses on Marxism and Animal Liberation

Theses on Marxism and Animal Liberation

Neither has the Marxist left stood up for the liberation of animals so far, nor has the animal rights and animal liberation movement taken up the construction of a socialist society. We argue however: Marxists and animal liberationists have the same enemy – the bourgeoisie. The following theses justify why they must unite for a truly revolutionary project.

This essay is the English translation of our German Marxismus und Tierbefreiung – Thesenpapier published on January 1, 2017. You can also download the English version in pdf format here. We also have a very small print run in English. If you want to order a copy, write us an email to: mutb[at]riseup.net. But, please take into consideration that it is going to take time and a monetary contribution (depending on the amount of copies you want and where you live).

In any case, since we are a completely independent, self-organised alliance, we are always in need for money. If you want to make a donation, please do so. We are happy about every amount you can afford.

 

Bank accounts:

In Germany: TAN, HypoVereinsbank, BIC: HYVEDEMM300, IBAN: DE13 2003 0000 0003 6034 38
In Switzerland: Aktion Tierrechte, 8000 Zürich, IBAN: CH18 0900 0000 8574 1502 6

The original German version is available on Facebook, as pdf file, audio file (read by German animal liberation rapper MC Albino) and in print. Reviews and critiques (in German) were written by the Marxist scholar Karl Reitter (Vienna, Austria) and ecological Marxist Athanasios Karathanassis (Hannover, Germany).

We want to thank André and Keith for the translation. Despite their support, we are responsible for all remaining mistakes.

If you want to contact us, go ahead. Write us a personal message on facebook or an email (mutb[at]riseup.net).

 

18 Theses on Marxism and Animal Liberation

Marxism and the liberation of animals are two things which, at first glance, do not seem to have much in common. Neither did the former make waves for being particularly animal-loving, nor are animal lovers known for taking up the cause of liberating the working class and the construction of a socialist society.

Quite the opposite: Classical Marxism has little appeal to the predominantly autonomist-anarchist animal rights activists; it is regarded as an overly simplified theory and as an authoritarian ideology which has become obsolete with the end of actually existing socialism. Although the critique of capitalism and the labour movement’s vocabulary (‘comrade,’ ‘class’) are regaining popularity amongst the radical left, one nevertheless does not quite know what to make of traditional Marxists. Marxists are considered to be people who notoriously hate animals and only talk economy, and who are often indistinguishable from petty bourgeois philistines who do not want to forego their grilled sausages.

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Osterakademie 2018 – Ein Erfolg mit Abstrichen

Ende März/Anfang April haben wir als Bündnis Marxismus und Tierbefreiung die Osterakademie (OAK) 2018 in Hamburg ausgerichtet. Die eineinhalb Tage mit zwei Podiumsdiskussionen, sechs Workshops und Kulturprogramm standen unter dem Motto „Die Zukunft der Bewegung. Tierbefreiung zwischen Opposition und Affirmation“.

Osterakademie Marxismus und Tierbefreiung

Den Anlass, die OAK zu initiieren, bildeten drei gesellschaftliche und politische Entwicklungen, die sich unserer Meinung nach in den letzten Jahren zu zentralen Herausforderungen für unser zukünftiges politisches Handeln als Bewegung verdichtet haben. Erstens befindet sich die Tierrechts- und Tierbefreiungsbewegung politisch, strategisch und organisatorisch in einer Sackgasse, während die ökonomischen Profite und der Einfluss unseres Gegners, der Tierausbeutungsindustrie, zunehmend wächst. Zweitens sehen wir uns damit konfrontiert, dass die Akzeptanz des veganen Lebensstils steigt, gleichzeitig aber oppositionelle Politik der Tierrechts- und Tierbefreiungsbewegung paralysiert wird. Schließlich erodiert das ohnehin brüchige inhaltliche und politisch-strategische Fundament der Bewegung. Ziel der OAK war es, diese Probleme gemeinsam und gegebenenfalls auch kontrovers zu diskutieren und mögliche Auswege zu erörtern.

Die zahlreichen Anmeldungen, die sowohl die Kapazitäten der Infrastruktur als auch unsere eigenen Erwartungen im Vorfeld deutlich übertroffen haben, sprechen dafür, dass es ein großes Interesse an den Themen gab, die wir mit der OAK gesetzt haben. Viele AktivistInnen hatten und haben Diskussionsbedarf. Unserem Eindruck zufolge repräsentierten die TeilnehmerInnen einen Querschnitt der Bewegung und der in ihr vertretenen Positionen. Das ist natürlich erfreulich und ein kleiner bewegungspolitischer Erfolg. Daraus leitet sich allerdings nicht unmittelbar die Möglichkeit einer gemeinsamen Politik ab.

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Artgerecht ist nur die Freiheit!

Mehreren hundert AktivistInnen aus der Tierrechts- und Tierbefreiungsbewegung haben am Samstag 28. Juli 2018 in Bern für die Abschaffung der Nutztierhaltung demonstriert. Organisiert wurde die Demo von Tier im Fokus.

Bio oder normal Schlachthof Tierrechtsgruppe Zürich

Die Tierrechtsgruppe Zürich unterstützte das Anliegen der Demo und beteiligte sich inhaltlich u.a. mit einer Rede zur Fleischindustrie und wie sich diese trotz zunehmender Kritik am Fleischkonsum ihre Profite sichert, ohne auch nur daran zu denken, Tierausbeutung zu beenden.
Zusammen mit der Kommunistischen Jugend hat die Tierrechtsgruppe Zürich auf der Demo zudem ein Flugblatt zum “Tierschutz-Washing” der Fleischindustrie und zur kürzlich lancierten Massentierhaltungsinitiative verteilt:

Zum Flyer als Pdf

 

Das „Tierschutz-Washing“ der Fleischindustrie

und warum die Massentierhaltungsinitiative Tierausbeutung zementiert

Das Schlachten zu verschleiern und zu verbergen ist ein entscheidender Faktor bei der Vermarktung von Fleisch. Die KonsumentInnen sollen nicht daran erinnert werden, was wirklich in den Schlachthöfen passiert. Romantisierte Illusionen über die Nutzung von Tieren verhindern das Aufkeimen von Mitgefühl mit der leidenden Kreatur und verschaffen ein gutes Gewissen. Während die Bolzenschussgeräte auf Hochtouren laufen, erzeugen die PR- und Werbeagenturen der Fleischkonzerne Bilder, die uns die Realität der kapitalistischen Fleischproduktion vergessen lassen: saftige grüne Wiesen und glückliche Tiere. Massentierhaltung auf Plakatwänden gibt es nie zu sehen.

Image und Marktanteile
Die Fleischverarbeiter Bell (Coop), Micarna (Migros) und Co. brüsten sich in ihren Öffentlichkeitskampagnen mit Tierwohl-Standards, Tierschutznormen und Labels für naturnahe und tiergerechte Produktion. Kasse wird auch mit einem guten Ruf gemacht, den es auf dem Markt immer wieder aufs Neue herzustellen gilt. Der Tierschutz und seine Forderungen sind für die Fleischindustrie nicht einfach nur eine Last, sondern auch ein praktisches Mittel, um ihr milliardenschweres Geschäft mit dem Tod in ein gutes Licht zu rücken und allfälliger Kritik den Wind aus den Segeln zu nehmen.

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Heraus zur Demo “Nutztierhaltung abschaffen” in Bern

Auch dieses Jahr ruft “tier-im-fokus” zu einer schweizweiten Demonstration gegen Tierausbeutung auf. Gefordert wird nichts weniger als die Abschaffung der Nutztierhaltung. Wir unterstützen diese Forderung und rufen zur Teilnahme an der Demonstration am 28. Juli auf. Der Kampf gegen Tierausbeutung führt notwendig zur Konfrontation mit ihren Profiteuren: die Bosse der Schlachtfabriken und Mastanlagen.

Heraus zur Demonstration in Bern am 28. Juli!
Schluss mit dem Profit auf Kosten von Mensch, Tier und Natur!

Samstag, 28. Juli 2018, 13:00 – 15:30 Uhr
Bern, Waisenhausplatz

Demo Nutztierhaltung abschaffen Bern 2018

 

Revolutionärer Widerstand statt «Tote Hosen»

antifa zürichAntifaschistische Gegenkultur heute
Vortrag von Susann Witt-Stahl
Chefredakteurin Melodie & Rhythmus

Gegenkultur heisst Entfaltung der Ästhetik fundamentaler Opposition. Unter der totalen Herrschaft des Kapitalismus, der sich gegenwärtig wieder zum «nacktesten, frechsten, erdrückendsten und betrügerischsten» − zum Faschismus − aufschwingt, steht sie mehr denn je in der Pflicht, Widerstand zu formieren. «Die Faschisten verwenden Musik, um über die Wirklichkeit hinwegzutäuschen und aus ihr zu flüchten; für uns ist sie ein Kampfmittel […] und ein Lehrmittel der richtigen Methoden dieses Kampfes», notierte Hanns Eisler 1935. An diese Erkenntnis gilt es konsequent anzuknüpfen. Dazu gehört auch eine radikale Ideologiekritik an neoliberaler Subkulturindustrie. Deren Marketing hat Antifaschismus zum Label heruntergewirtschaftet und derart zum Konformismus konditioniert, dass statt einer schlagkräftigen «roten Marine» nur noch ranziges «Fischfilet» zu haben und «Tote Hose(n)» sind, wo einst eine revolutionäre Perspektive «From Protest to Resistance» bestand.

Eine Veranstaltung organisiert von der Tierrechtsgruppe Zürich im Rahmen der Kampagne «1000 ABOS JETZT!» von Melodie & Rhythmus, Magazin für Gegenkultur.

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