Osterakademie 2018 – Ein Erfolg mit Abstrichen

Ende März/Anfang April haben wir als Bündnis Marxismus und Tierbefreiung die Osterakademie (OAK) 2018 in Hamburg ausgerichtet. Die eineinhalb Tage mit zwei Podiumsdiskussionen, sechs Workshops und Kulturprogramm standen unter dem Motto „Die Zukunft der Bewegung. Tierbefreiung zwischen Opposition und Affirmation“.

Osterakademie Marxismus und Tierbefreiung

Den Anlass, die OAK zu initiieren, bildeten drei gesellschaftliche und politische Entwicklungen, die sich unserer Meinung nach in den letzten Jahren zu zentralen Herausforderungen für unser zukünftiges politisches Handeln als Bewegung verdichtet haben. Erstens befindet sich die Tierrechts- und Tierbefreiungsbewegung politisch, strategisch und organisatorisch in einer Sackgasse, während die ökonomischen Profite und der Einfluss unseres Gegners, der Tierausbeutungsindustrie, zunehmend wächst. Zweitens sehen wir uns damit konfrontiert, dass die Akzeptanz des veganen Lebensstils steigt, gleichzeitig aber oppositionelle Politik der Tierrechts- und Tierbefreiungsbewegung paralysiert wird. Schließlich erodiert das ohnehin brüchige inhaltliche und politisch-strategische Fundament der Bewegung. Ziel der OAK war es, diese Probleme gemeinsam und gegebenenfalls auch kontrovers zu diskutieren und mögliche Auswege zu erörtern.

Die zahlreichen Anmeldungen, die sowohl die Kapazitäten der Infrastruktur als auch unsere eigenen Erwartungen im Vorfeld deutlich übertroffen haben, sprechen dafür, dass es ein großes Interesse an den Themen gab, die wir mit der OAK gesetzt haben. Viele AktivistInnen hatten und haben Diskussionsbedarf. Unserem Eindruck zufolge repräsentierten die TeilnehmerInnen einen Querschnitt der Bewegung und der in ihr vertretenen Positionen. Das ist natürlich erfreulich und ein kleiner bewegungspolitischer Erfolg. Daraus leitet sich allerdings nicht unmittelbar die Möglichkeit einer gemeinsamen Politik ab.

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Artgerecht ist nur die Freiheit!

Mehreren hundert AktivistInnen aus der Tierrechts- und Tierbefreiungsbewegung haben am Samstag 28. Juli 2018 in Bern für die Abschaffung der Nutztierhaltung demonstriert. Organisiert wurde die Demo von Tier im Fokus.

Bio oder normal Schlachthof Tierrechtsgruppe Zürich

Die Tierrechtsgruppe Zürich unterstützte das Anliegen der Demo und beteiligte sich inhaltlich u.a. mit einer Rede zur Fleischindustrie und wie sich diese trotz zunehmender Kritik am Fleischkonsum ihre Profite sichert, ohne auch nur daran zu denken, Tierausbeutung zu beenden.
Zusammen mit der Kommunistischen Jugend hat die Tierrechtsgruppe Zürich auf der Demo zudem ein Flugblatt zum “Tierschutz-Washing” der Fleischindustrie und zur kürzlich lancierten Massentierhaltungsinitiative verteilt:

Zum Flyer als Pdf

 

Das „Tierschutz-Washing“ der Fleischindustrie

und warum die Massentierhaltungsinitiative Tierausbeutung zementiert

Das Schlachten zu verschleiern und zu verbergen ist ein entscheidender Faktor bei der Vermarktung von Fleisch. Die KonsumentInnen sollen nicht daran erinnert werden, was wirklich in den Schlachthöfen passiert. Romantisierte Illusionen über die Nutzung von Tieren verhindern das Aufkeimen von Mitgefühl mit der leidenden Kreatur und verschaffen ein gutes Gewissen. Während die Bolzenschussgeräte auf Hochtouren laufen, erzeugen die PR- und Werbeagenturen der Fleischkonzerne Bilder, die uns die Realität der kapitalistischen Fleischproduktion vergessen lassen: saftige grüne Wiesen und glückliche Tiere. Massentierhaltung auf Plakatwänden gibt es nie zu sehen.

Image und Marktanteile
Die Fleischverarbeiter Bell (Coop), Micarna (Migros) und Co. brüsten sich in ihren Öffentlichkeitskampagnen mit Tierwohl-Standards, Tierschutznormen und Labels für naturnahe und tiergerechte Produktion. Kasse wird auch mit einem guten Ruf gemacht, den es auf dem Markt immer wieder aufs Neue herzustellen gilt. Der Tierschutz und seine Forderungen sind für die Fleischindustrie nicht einfach nur eine Last, sondern auch ein praktisches Mittel, um ihr milliardenschweres Geschäft mit dem Tod in ein gutes Licht zu rücken und allfälliger Kritik den Wind aus den Segeln zu nehmen.

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Heraus zur Demo “Nutztierhaltung abschaffen” in Bern

Auch dieses Jahr ruft “tier-im-fokus” zu einer schweizweiten Demonstration gegen Tierausbeutung auf. Gefordert wird nichts weniger als die Abschaffung der Nutztierhaltung. Wir unterstützen diese Forderung und rufen zur Teilnahme an der Demonstration am 28. Juli auf. Der Kampf gegen Tierausbeutung führt notwendig zur Konfrontation mit ihren Profiteuren: die Bosse der Schlachtfabriken und Mastanlagen.

Heraus zur Demonstration in Bern am 28. Juli!
Schluss mit dem Profit auf Kosten von Mensch, Tier und Natur!

Samstag, 28. Juli 2018, 13:00 – 15:30 Uhr
Bern, Waisenhausplatz

Demo Nutztierhaltung abschaffen Bern 2018

 

Revolutionärer Widerstand statt «Tote Hosen»

antifa zürichAntifaschistische Gegenkultur heute
Vortrag von Susann Witt-Stahl
Chefredakteurin Melodie & Rhythmus

Gegenkultur heisst Entfaltung der Ästhetik fundamentaler Opposition. Unter der totalen Herrschaft des Kapitalismus, der sich gegenwärtig wieder zum «nacktesten, frechsten, erdrückendsten und betrügerischsten» − zum Faschismus − aufschwingt, steht sie mehr denn je in der Pflicht, Widerstand zu formieren. «Die Faschisten verwenden Musik, um über die Wirklichkeit hinwegzutäuschen und aus ihr zu flüchten; für uns ist sie ein Kampfmittel […] und ein Lehrmittel der richtigen Methoden dieses Kampfes», notierte Hanns Eisler 1935. An diese Erkenntnis gilt es konsequent anzuknüpfen. Dazu gehört auch eine radikale Ideologiekritik an neoliberaler Subkulturindustrie. Deren Marketing hat Antifaschismus zum Label heruntergewirtschaftet und derart zum Konformismus konditioniert, dass statt einer schlagkräftigen «roten Marine» nur noch ranziges «Fischfilet» zu haben und «Tote Hose(n)» sind, wo einst eine revolutionäre Perspektive «From Protest to Resistance» bestand.

Eine Veranstaltung organisiert von der Tierrechtsgruppe Zürich im Rahmen der Kampagne «1000 ABOS JETZT!» von Melodie & Rhythmus, Magazin für Gegenkultur.

Sozialismus oder Umweltkollaps! Das war der 1. Mai 2018

Zum Schwerpunkt der diesjährigen Kampagne rund um den 1. Mai hat die Tierrechtsgruppe Zürich das Thema Umwelt- und Naturzerstörung gemacht. Den Auftakt dazu machte Christian Stache, welchen wir für das Politwochenende des Revolutionären Bündnis als Gastredner für einen Vortrag eingeladen haben. Das Referat stand unter dem Titel „Kapital vs. Arbeit und Natur: Der grüne Marx und der Ökosozialismus heute“ und ist nun auf dem Youtube-Kanal der Tierrechtsgruppe Zürich in kompletter Länge abrufbar.

Ergänzend zu seinem Vortrag hat Christian Stache für die sozialistische Zeitung Vorwärts einen längeren Artikel verfasst. „Der grüne Marx“ ist erschienen in der Ausgabe Nr. 15/16 vom 26. April 2018 und steht hier nun als PDF frei zur Verfügung.
In derselben Ausgabe des Vorwärts findet sich auch eine Rezension der Tierrechtsgruppe Zürich zum neuen Buch „The Progress of this Storm“ des schwedischen Ökomarxisten und Humanökologen Andreas Malm, welcher eine historisch-materialistische Position im Kampf gegen den Klimawandel einnimmt.

Die Tierrechtsgruppe Zürich hat am Kampftag der internationalen Arbeiterklasse das Flugblatt „Sozialismus oder Umweltkollaps!“ verteilt. Unter dieser Parole stand auch das Transparent, mit welchem wir uns an der 1. Mai Demo im Revolutionären Block beteiligt hatten. Dabei war erfreulich, dass sich mit uns eine grosse Anzahl von Tierbefreiungsaktivisten verbündet hatte, um der kapitalistischen Ausbeutung von Mensch, Tier und Natur den Kampf anzusagen. Mit Parolen wie „Was macht den Bonzen Dampf? Tierbefreiung, Klassenkampf!“ und einer Rede zur Zerrstörung des Planeten u.a. durch die Fleischindustrie haben wir an der Demo unsere politische Inhalte gesetzt.

1. Mai 2018 Tierrechtsgruppe Zürich1. Mai 2018 Tierrechtsgruppe Zürich

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Konzert mit Albino & Master Al und King Veganismus One & Dr. Alsan

Am 19. Mai beehren uns Albino und Master Al in Zürich um ihre neue Platte “Deus Ex Machina” vorzustellen. Als Support mit dabei: King Veganismus One & Dr. Alsan. In der Gartenbeiz zum Gaul, ab 20:00.
Zum Facebook-Event

 

Frieden statt Imperialismus

Albino und Master Al fordern mit ihrer neuen Platte „Deus Ex Machina“ dazu auf, sich zu organisieren, aufzustehen und dem Menschen unwürdigen und krank machenden Kapitalismus ein für alle Mal den Gar auszumachen. Ihr Album ist ein Aufruf, sich weltweit im Klassenkampf gegen die Ausbeutung von Mensch, Tier und Natur zu solidarisieren, anstatt gegen Flüchtlinge mobil zu machen.

https://art4real.de/wp/label/releases/albino-master-al-deus-ex-machina-mp3/

 

 

 

 

 

 

 

 

Vegan safe-space statt Wurstbitches und VegetARIER

Krass korrekte Unkorrektheit mit viel Sachkenntnis über Seidentofu und Chia-Samen-Ergüsse. Die Öko-Rapper mit dem B12 Mangel sind down mit den Tieren und hasspredigen strukturell verkürzten Veganismus. Aufgepumpt mit proteinreichem Soja-Hack ziehen King Veganismus One & Dr. Alsan gegen die Achse des Guten in den Vegan-Jihad und verpassen Leuten wie Justus Wertmüller einen Möhrenstoss in den Rücken. Die veganste Rap-Crew aller Zeiten überzeugt nicht nur mit diversen Schmeicheleien für die Mütter von Nicht-Veganer_*/_Innen, sondern poliert mit freundlichen Worten auch «Zeckenrapper» und anderen Ottos die Fresse. Ausser Triggerwarnung ist alles Quark!

https://www.facebook.com/King-Veganismus-One-Dr-Alsan-797328347003685/

 

 

 

 

 

 

Vegan Café und Film zum 200. Geburtstag von Karl Marx

 

 

 

 

Politwochenende mit Vortrag “Kapital vs. Arbeit und Natur”

Am 21. und 22. April findet wie jedes Jahr das Politwochenende des Revolutionären Bündnis Zürich zum 1. Mai statt. Es gibt wieder viele Vorträge zum internationalen politischen Zeitgeschehen, Essen, Diskussionen, Siebdruck, Infos zum 1. Mai und vieles mehr.

Wir sind wie immer mit unserem Infozelt inklusive Ausstellung zur Schweizer Fleischindustrie und vielem anderem Infomaterial vor Ort. Und auch dieses Jahr organisieren wir einen der Vorträge:

 

Kapital vs. Arbeit und Natur. Der grüne Marx und der Ökosozialismus heute
Samstag 21. April 2018, 14:00-15:30

Die Ausbeutung von Arbeit und Natur ist in der kapitalistischen Gesellschaftsformation eine System- und Klassenfrage. Sie ist nicht durch ökomodernistische Reformen oder Transformationen, sondern nur durch eine sozialistische Revolution lösbar. Marx und Engels haben dies bereits erkannt. In ihrer Tradition steht der neue Ökosozialismus seit Beginn des 21. Jahrhunderts.

Vortrag von Christian Stache, Autor von “Kapitalismus und Naturzerstörung

 

Politwochenende 2018Politwochenende 2018

 

 

 

 

Sozialismus oder Umweltkollaps!

Die globalen Folgen der Naturzerstörung sind an einem Punkt angelangt, an dem sie die Existenz des Lebens auf der Erde gefährden. Wenn wir der kapitalistischen Naturzerstörung nicht Einhalt gebieten, werden die Grundlagen menschlichen und tierischen Lebens auf dem Planeten unwiderruflich zerstört werden. Die Revolutionärin Rosa Luxemburg sprach angesichts des Ersten Weltkriegs von der historischen Alternative „Sozialismus oder Barbarei“. Heutzutage droht zusätzlich zur Barbarei der imperialistischen Kriege die Verwüstung der ganzen Erde durch die kapitalistische Industrie. Für uns stellt sich daher die Alternative: Lassen wir unsere Welt am Kapitalismus zu Grunde gehen oder greifen wir zur Notbremse und erkämpfen gemeinsam den Sozialismus?

1. Mai Tierbefreiung 2018 ZürichDüstere Aussichten
Wir stehen heute vor einer nie dagewesenen Situation. Die Folgen des Klimawandels nehmen exponentiell zu und sind schlimmer als bisher angenommen. Die rapide ansteigende Erderwärmung führt schon heute unter anderem zu mehr und grösseren Hitzeperioden, weniger Niederschlägen, verstärkter Waldbrandgefahr, Verknappung der Wasserressourcen, steigenden Meeresspiegeln, und Überschwemmungen. Weitere Bedrohungen der globalen kapitalistischen Umweltzerstörung sind die Verschmutzung der Ozeane, die Auslaugung der Böden oder die Zerstörung der Ozonschicht. Viele Menschen werden aufgrund lokaler Umweltkatastrophen zur Flucht gezwungen. Zudem leiden auch die Tiere darunter, denn ihr Lebensraum wird zerstört und vergiftet. Viele Arten sterben sogar aus.

Die hochindustrielle Landwirtschaft mit ihren Pestiziden und Düngern führt zu einem zunehmenden Insektensterben. Die Folgen davon sind verheerend, denn über 80% aller Pflanzenarten sind von Insekten abhängig. Die Fleisch- und Milchindustrie trägt entscheidend zu diesem Problem und zum Klimawandel bei, denn für keine anderen Konsumgüter wird so viel Land benötigt wie für die Produktion von Fleisch und Milch. Über 90% des weltweiten monokulturellen Sojaanbaus werden als Tierfutter verwendet, wobei das dafür benötigte Land in weiten Teilen durch Abholzung von Regenwäldern verfügbar gemacht wird. Die fünf weltgrössten Fleisch- und Milchkonzerne stossen mehr klimaschädliche Gase aus als der weltgrösste Mineralölkonzern Exxon Mobil. Düngemittel aus der Nutztierhaltung führen zudem zur Verschmutzung des Grundwassers.

Umweltzerstörung ist eine Klassenfrage
Die Auswirkungen all dieser Entwicklungen bekommen die ärmeren Teile der Weltbevölkerung und die Lohnabhängigen am meisten zu spüren. Die Abnahme der Produktivität der Landwirtschaft durch die Auslaugung der Böden hat steigende Rohstoff- und somit auch Lebensmittelpreise zur Folge. Im Trikont wird die ansässige Landbevölkerung vertrieben, damit dort Nutzflächen für multinationale Konzerne geschaffen werden können. Der Einsatz von Dünger und Pestiziden führt in Folge zu Krankheiten der Landlosen und Campesinos. Bei von Konzernen verursachten lokalen Umweltkatastrophen verlieren die Arbeiter nicht nur ihre Stellen, sondern sie müssen fortan auch auf zerstörtem oder vergiftetem Boden leben. Die Konzernchefs interessiert das wenig; sie können sich ein Leben und Domizile an bester Lage leisten. Die Armen und Lohnabhängigen leiden also besonders unter den Folgen der Naturzerstörung. Denn auch bei der Verursachung von Müllbergen schütten die Kapitalisten die arbeitende Klasse mit Dreck zu: Nur 3% des weltweiten Mülls stammen aus Privathaushalten, der Rest wird von Unternehmen verursacht. Doch die profitorientierten Umweltsünder in den Chefetagen der industriellen Konzerne werden praktisch nie für die Folgen ihres Handelns zur Rechenschaft gezogen.

1. Mai Tierbefreiung 2018 ZürichKapitalismus heisst Umweltkollaps

Ursache der gegenwärtigen Umweltzerstörung und ihrer Folgen ist das kapitalistische Wirtschaftssystem. Da dieses System primär auf die Akkumulation von Kapital ausgerichtet ist, fordert es ein endloses Wachstum. Die natürlichen Ressourcen sind jedoch nicht endlos verfügbar und die Aufnahmefähigkeit von Schadstoffen durch die Umwelt ist in vielen Fällen schon jetzt überschritten. Der Kapitalismus nimmt keine Rücksicht auf den Stoffwechsel des Erdsystems, so dass die Ökosysteme nachhaltig gestört werden.

Um Kritik abzuwenden, antworten die Kapitalisten auf den Klimawandel und andere ökologische Krisen mit „grüner Marktwirtschaft“. Doch diese ist eine Farce. Die Konzernherren haben kein objektives Interesse daran, die Zerstörung der Natur zu beenden. Eine vermeintliche Lösung dieser Probleme durch effizientere Technologien kann nicht mit dem Wachstum der kapitalistischen Ökonomie Schritt halten. Im Gegenteil, die Herrschenden machen mittlerweile riesige Profite aus der Vermarktung sogenannter nachhaltig hergestellter Produkte – auf Kosten des Planeten und der Lebewesen darauf.

Eine Frage des Klassenkampfes
Es ist bereits zu spät, einige der Folgen des Klimawandels und der Naturzerstörung noch zu verhindern oder rückgängig zu machen. Die Erde wird in Zukunft ein sehr viel weniger angenehmer Lebensraum für Menschen und Tiere sein. Bei der gegenwärtigen Entwicklung ist sogar die Existenz der menschlichen Zivilisation, ja des Lebens selbst, bedroht. Es ist höchste Zeit, dem Kapitalismus Einhalt zu gebieten und für eine sozialistische Produktionsweise zu kämpfen, die ein ökologisches Zusammenleben der menschlichen Gesellschaft mit der Natur ermöglicht.

Lasst uns die Natur aus den Klauen der herrschenden Klasse befreien!
Schluss mit dem Profit auf Kosten von Mensch, Tier und Natur!
Heraus zum 1. Mai!

1. Mai | 9:30 Uhr | Revolutionärer Block | Helvetiaplatz Zürich

Zum Programm

Zwischen Opposition und Affirmation

Über Ostern veranstaltet ihr in Hamburg eine «Akademie» über die Zukunft der Tierbefreiungsbewegung. Zuerst einmal: Wer seid ihr bzw. was ist das Bündnis Marxismus und Tierbefreiung und was sind eure Anliegen?

Wir sind ein Zusammenschluss von Organisationen und Einzelpersonen aus der Schweiz und aus Deutschland, die in der Tierbefreiungsbewegung und in der marxistischen Linken aktiv sind. Unser gemeinsamer Ausgangspunkt ist die Überzeugung, dass die Ausbeutung und Unterdrückung von Tieren und der arbeitenden Klasse abgeschafft und die Zerstörung der Natur beendet werden müssen. Wir sehen die marxistische Gesellschaftstheorie und -kritik als geeignetes Instrument, um die Ursachen für diese Ausbeutung und Zerstörung zu verstehen und Lösungsstrategien zu entwickeln.

Es geht bei der Osterakademie um die Zukunft der Bewegung. Ihr wollt der Bewegung eine Richtung geben. Fehlt ihr die Richtung oder geht sie in die falsche?

Die politische Wirkung von vereinzelten Protesten gegen verschiedene Formen der Tierausbeutung sind angesichts der Stärke der expandierenden Fleisch- und anderer tiernutzender Industrien nicht wirkmächtig genug. Es fehlt an Strategiedebatten darüber, wie man wieder mehr Schlagkraft bekommen könnte. Hinzu kommt, dass der Neoliberalismus bestimmte Forderungen, wie die nach Veganismus, längst integrieren und vermarkten kann. Kritik der Bewegung an diesem Phänomen bleibt weitgehend aus und man wiegt sich teilweise sogar in der Illusion, die Fleischindustrie schwächele wegen des Vegan-Booms. Dem ist natürlich nicht so, vielmehr ist sie bestrebt, selber davon zu profitieren. Wir wollen all diese Probleme auf den Tisch bringen und politische Perspektiven entwickeln. Dabei stellen wir zur Debatte, ob es an der Zeit ist, eine gemeinsame Kampagne gegen die Fleischindustrie auf die Beine zu stellen.

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