Für Klassenkampf und Tierbefreiung – heraus zum 1. Mai!

Prekäre Jobs zu miesen Löhnen, imperialistische Kriege und Naturzerstörung, rassistische Hetze gegen Flüchtlinge und MigrantInnen, die anhaltende Überausbeutung von Frauen: das ist die Bilanz des Klassenkampfes von oben, den die Herrschenden seit der neoliberalen Offensive des Kapitalismus verschärft führen. Gleichzeitig werden für Profit massenhaft Tiere gequält und getötet. Wer als Linker jedoch am 1. Mai, dem Kampftag der ArbeiterInnenklasse, auf die Straße geht und dabei auch für die Befreiung der Tiere eintritt, erntet doppelt schräge Blicke. Die antikapitalistische Linke kann nichts mit Tierbefreiung anfangen und die Tierbefreiungsbewegung kämpft nicht gegen die Lohnknechtschaft. Beide haben aber einen gemeinsamen Gegner, den sie auch gemeinsam bekämpfen müssen: das Kapital.

1. Mai Tierbefreiung Zürich 2016Arbeiter, Natur und Tiere: ausgebeutet, zerstört und getötet für Profit
Allein in Europa werden jedes Jahr hunderte Millionen Tiere – das heißt leidensfähige Individuen – für die Profite der Tierindustrie gezüchtet und gemästet, um unter Qualen Milch zu produzieren oder in den Schlachthöfen getötet zu werden. In den Experimenten der Pharmaindustrie werden sie brutal gequält, die Bekleidungsindustrie tötet sie für die Leder- und Pelzproduktion, und in Zoos und Zirkussen müssen sie nach regelmäßiger Folter ihr Publikum belustigen.
Die Fleischindustrie verschwendet Ressourcen, ist für einen großen Teil des CO2-Ausstoßes und damit den Klimawandel verantwortlich, vergiftet Böden sowie Grundwasser und vernichtet durch billige Exporte von in Europa unverkäuflichen Fleischabfällen unzählige Existenzgrundlagen in der Peripherie des kapitalistischen Weltsystems. Trotzdem inszenieren sich die MagnatInnen des oligopolistisch organisierten Fleischgeschäfts als nachhaltig handelnde UnternehmerInnen – was nicht nur aufgrund der Tötung von Tieren und der Zerstörung der Natur an Sarkasmus grenzt: Auch für die Lohnabhängigen könnte die Situation kaum schlechter sein. Vorwiegend MigrantInnen verrichten zu Hungerlöhnen, unter prekären Arbeitsbedingungen und in oftmals dubiosen Beschäftigungsverhältnissen schwerste Arbeiten – gewerkschaftliche Organisierung hingegen wird vielerorts massiv bekämpft.
Kurzum: Wie keine andere versinnbildlicht die Tierindustrie die Ausbeutung von Menschen und Tieren und die Zerstörung der Natur durch das Kapital.

1. Mai Tierbefreiung 2016 ZürichKeine Tierbefreiung ohne Klassenkampf
Das auf diese Weise ins Unermessliche gesteigerte Tierleid entsteht nicht durch herabsetzendes Denken über Tiere – Speziesismus –, wie manche TierbefreierInnen meinen. Es wird produziert, weil sich mit Würstchen, Koteletts und dergleichen viel Geld verdienen lässt. Um die Tiere zu befreien, reicht es daher nicht aus, für den Antispeziesismus zu werben. Ebenso wenig genügt es, der Tierausbeutung veganen Konsum entgegen zu setzen. Solange sich Geld damit machen lässt, produzieren Unternehmen, mittlerweile selbst Fleischfabrikanten, auch vegan. Die Fleischproduktion nimmt aber dennoch zu. Viele Menschen könnten sich vergleichsweise teure vegane Lebensmittel gar nicht leisten, selbst wenn sie wollten. Vor allem aber wird die Bourgeoisie – solange es den Kapitalismus gibt – alles daran setzen, mit der Ausbeutung der Tiere Gewinne einzufahren. Wer sich nicht dagegen wehren kann, wird dem Kapitalverwertungsprozess einverleibt – weder Mensch, Tier noch Natur sind vor der Logik des Profits sicher.

Kein Klassenkampf ohne Tierbefreiung
TierbefreiungsaktivistInnen werden von antikapitalistischen Linken oft als kleinbürgerliche MoralistInnen oder als naive KonsumboykotteurInnen abgetan. Das mag in einigen Fällen stimmen – wird aber meist bloß zum Anlass genommen, das Leiden der Tiere zu ignorieren und dem Kampf für ihre Befreiung eine Absage zu erteilen. Für jene, die für eine Gesellschaft ohne Ausbeutung und Elend streiten, gibt es aber keinen vernünftigen Grund, die Tiere als Objekte der Befreiung vom Kampf gegen die kapitalistische Klassengesellschaft auszunehmen.

Die Revolutionärin Rosa Luxemburg schrieb einst aus dem Gefängnis über einen von Soldaten verprügelten Büffel: »Ich stand davor, und das Tier blickte mich an, mir rannen die Tränen herunter – es waren seine Tränen, man kann um den liebsten Bruder nicht schmerzlicher zucken, als ich in meiner Ohnmacht um dieses stille Leid zuckte.« Sie sah zu Recht keinen Grund darin, die Tiere von Mitgefühl und Solidarität auszuschließen, denn schließlich teilen sie eine wesentliche Gemeinsamkeit mit dem Menschen: die Fähigkeit, zu leiden. An der revolutionären Kraft ihrer Empathie gilt es sich ein Beispiel zu nehmen: Streiten wir für eine Welt, in der Ausbeutung, Krieg und Mord der Vergangenheit angehören, in der dem gesellschaftlich produzierten Leiden ein Ende gesetzt ist!

Gemeinsam für eine befreite Gesellschaft!
Wollen wir eine solche befreite Gesellschaft schaffen, müssen wir mit dem Kapitalismus Schluss machen. Der Klassenkampf muss für alle geführt werden, die unter der Herrschaft des Kapitals leiden und zu seinen Gunsten ausgebeutet werden. Wir müssen also auch für die Tiere kämpfen. Das schaffen wir aber nur, wenn alle antikapitalistischen Kräfte gemeinsam agieren, wenn die revolutionäre Arbeiter-, Ökologie- und Tierbefreiungsbewegung gemeinsam gegen die Bourgeoisie kämpfen. Der 1. Mai, der Kampftag des Proletariats und aller Revolutionäre, ist ein geeigneter Tag, um mit der solidarischen Zusammenarbeit zu beginnen.

Gehen wir zusammen heraus, auf revolutionäre- und Gewerkschaftsdemos, fordern wir die Enteignung, Vergesellschaftung und die Konversion der Fleischindustrie! Kämpfen wir für eine vernünftige und im Interesse der Gesellschaft organisierten Produktion – für die Versöhnung von Mensch, Tier und Natur.

Bündnis Marxismus und Tierbefreiung

1. Mai | 9:30 Uhr | Revolutionärer Block | Helvetiaplatz Zürich

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Demo zum internationalen Tag zur Abschaffung der Tierversuche

Demo gegen Air France ZürichIm Rahmen des internationalen Tags zur Abschaffung der Tierversuche ruft die Tierrechtsgruppe Zürich dazu auf, sich am 23. April 2016 an der Demo gegen Air France-KLM zu beteiligen. Air France-KLM ist die letzte verbleibende Passagierfluggesellschaft, die noch bereit ist Affen für Tierversuche zu transportieren.

Fluggesellschaften wie Air France-KLM sind das Bindeglied zwischen Zuchtfarmen und Versuchslaboren. Für die Logistik der Pharmakonzerne sind die Transporte auf dem Luftweg von entscheidender Bedeutung, da besonders Primaten nicht oder nur sehr eingeschränkt vor Ort gezüchtet werden können. Die Weltweit geführte Kampagne gegen Air France-KLM hat zum Ziel, dieses Bindeglied zu kappen und dem Geschäft mit Versuchstieren einen Riegel zu schieben.

Beteilige dich am Protest! Komm zur Demo am 23. April 2016 um 13:15 Uhr am Flughafen Zürich!

Wer von Tierausbeutung profitiert, dem sei der Widerstand garantiert!

 

 

Broschüre zum antifaschistischen Widerstand in der Ukraine

Broschüre Widerstand Antifaschismus UkraineIn der Ukraine bahnt sich der Neoliberalismus unter Beihilfe der Armee und militarisierter faschistischer Kräfte seinen Weg. Im Donbass zettelte die Poroschenko-Regierung einen Krieg gegen die Bevölkerung in der Bergbau- und Industrieregion an. Die nach Westen orientierte Regierung in Kiew sorgte 2015 unter anderem auch dafür, dass gewerkschaftliche und kommunistische Symboliken und Aktivitäten ganz oder teilweise verboten wurden. Privatisierungsdiktate und Freihandelsabkommen machen der Arbeiterklasse das Leben schwer. Doch es gibt auch Widerstand im ukrainischen Teil des Donezbeckens. Progressiven Widerstand!

Aus der Feststellung heraus, dass dies hierzulande vielen noch unbekannt ist, hat die Tierrechtsgruppe Zürich eine kleine Broschüre zusammengestellt. Die darin versammelten Artikel aus der Tageszeitung junge Welt ermöglichen einen Einblick in den Alltag und die politischen Positionen der Kommunistischen Freiwilligeneinheit 404 der Brigade Prizrak und der von internationalen Antifaschisten gegründeten Organisation InterUnit. Die Broschüre kann hier als PDF heruntergeladen und als Link geteilt werden.

 

 

Demo gegen den Transport von Labortieren bei Air France-KLM

Demo gegen Air France ZürichWir treffen uns um 15:45 auf dem Gleis 1 Sektor B des Bahnhofs am Flughafen Zürich. Von dort gehen wir dann gemeinsam zum Air France/KLM-Schalter wo wir von 16:00-16:40 die bewilligte Kundgebung durchführen.

Das Material ist vorhanden, aber Ihr dürft auch gerne Euer eigenes Material mitbringen.

Die Aktion wird zusammen mit der Schweizer Liga gegen Vivisektion und für die Rechte des Tieres durchgeführt.

Zur Kampagne:
Air France/KLM ist die letzte grosse Passagierfluggesellschaft welche noch Tiere in europäische und amerikanische Versuchslabors fliegt. Nach diesen bis zu 36h langen Transporten erwartet diese Tiere ein Leben voller Qualen bis sie nach Beendigung der Versuche getötet werden.
Die Stop Vivisection/Gateway to Hell-Kampagne setzt sich weltweit für ein Ende dieser Transporte ein.

Infos:
stopvivisection.net
gatewaytohell.net

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Weder Schlachtfelder noch Schlachthäuser!

Eine Delegation der Tierrechtsgruppe Zürich reiste zu Beginn des neuen Jahres an das Liebknecht-Luxemburg-Wochenende 2016 nach Berlin. Nach dem Besuch der internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz der Antikriegszeitung junge Welt am Samstag 9. Januar beteiligten wir uns am Sonntag 10. Januar, zusammen mit Assoziation Dämmerung und anderen marxistischen Genossinnen und Genossen aus der Tierbefreiungsbewegung, an der Liebknecht-Luxemburg-Demonstration. Die LL-Demo ist eine jährliche Grossdemonstration zum Gedenken an die am 15. Januar 1919 ermordeten Kommunisten Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg – einer der folgeschwersten politischen Morde des 20. Jahrhunderts, gebilligt durch die Arbeiterverräter der reaktionären deutschen Sozialdemokratie und ihrem selbst ernannten „Bluthund“, Kriegsminister Gustav Noske.

Tierrechtsgruppe Zürich Rosa Luxemburg Demo 2016 Berlin

Im Rahmen der Luxemburg-Liebknecht-Ehrung beteiligten sich dieses Jahr mehr als 14 000 Menschen an der Demonstration. Wir verteilten folgendes Flugblatt und erinnerten daran, das Denken und Wirken von Rosa Luxemburg lebendig zu halten:

 

Weder Schlachtfelder noch Schlachthäuser!

»Rücksichtsloseste revolutionäre Tatkraft und weitherzigste Menschlichkeit, dies allein ist der wahre Odem des Sozialismus. Eine Welt muß umgestürzt werden, aber jede Träne, die geflossen ist, obwohl sie abgewischt werden konnte, ist eine Anklage; und ein zu wichtigem Tun eilender Mensch, der aus roher Unachtsamkeit einen Wurm zertritt, begeht ein Verbrechen.«
– Rosa Luxemburg

Der Name Rosa Luxemburg steht für Positionen, die heute so notwendig sind wie lange nicht: Gegen faule Kompromisse mit der Bourgeoisie, für eine konsequent antiimperialistische Friedenspolitik und Vereinigung aller Kommunistinnen und Kommunisten. Ihre Standpunkte sind jedoch auch untrennbar mit dem verbunden, was Luxemburgs »weitherzigste Menschlichkeit« antrieb: Eine tiefe und unverbrüchliche Solidarität mit den Leidenden, die auch die Tiere einschloss.

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Nein zur Mefa! Protest gegen die Messe der Fleischindustrie

Unter dem Motto „Tiere sind keine Ware“ wird am 21. November 2015, am Tag der Eröffnung der Mefa, der Fachmesse für die Fleischwirtschaft, in Basel gegen die Fleischindustrie protestiert. Die Tierrechtsgruppe Zürich ruft mit diesem Text dazu auf, sich der Kundgebung auf dem Claraplatz anzuschliessen!

Protest gegen die Mefa

In der Schweizer Fleischindustrie werden jährlich etwa 62 Millionen Tiere getötet und verarbeitet. Unternehmen wie Bell und Micarna aber auch viele kleinere Firmen erwirtschaften mit dem Leid der Tiere und der Ausbeutung der lohnabhängigen Menschen in ihren Betrieben Umsätze von gesamthaft fast 10 Milliarden Franken. Vom 21. bis 25. November 2015 treffen sich die Profiteure dieser Industrie an der Mefa in Basel. Die Fachmesse ist der grösste und wichtigste Treffpunkt für die Schweizer Fleischbranche. Hier werden Kontakte geknüpft und Geschäfte abgeschlossen. Rund 80 Firmen aus mehreren Ländern stellen an der Mefa ihre Produkte unter anderem aus den Bereichen Schlachttechnologie, Fleischverarbeitung und -verpackung aus. Auch der Schweizer Fleisch Fachverband (SFF) ist mit von der Partie. Als Arbeitgeberverband der Schweizer Fleischindustrie ist er wesentlich mitverantwortlich für die schlechten Arbeitsbedingungen in den hiesigen Schlachthäusern und fleischverarbeitenden Betrieben.

Die Leader der Branche, die Unternehmer, Bosse und Kader der Industrie, treffen sich im Rahmen der Mefa ausserdem zur Schweizerischen Fleisch-Fachtagung, die vom SFF organisiert wird. „Fleisch und Nachhaltigkeit“ wird das Thema der am 24. November stattfindenden Tagung im Congress Center Basel sein. Nicht nur Agrarwissenschaftler werden zur Thematik sprechen, sondern auch Vertreter der Schweizer Fleischindustrie, wie der Leiter des Bereichs „Qualitätsmanagement/Nachhaltigkeit/Tierproduktion“ der Bell Schweiz AG. Die Bell AG ist das umsatzstärkste Unternehmen der Schweizer Fleischbranche und verantwortlich für die Schlachtung von jährlich über 25 Millionen Tieren. Dem SFF geht es bei der Tagung vor allem darum, die verheerenden ökologischen Folgen der Fleischproduktion zu relativieren und ideologisch zu verschleiern. Die aufkeimende Kritik an der Fleischindustrie soll erstickt werden, indem propagiert wird, dass die Fleischindustrie nachhaltig produzieren könne. Damit wird nicht nur verschleiert, dass die Tierindustrie leidensfähige Lebewesen tötet, sondern auch, dass sie für einen grossen Teil der weltweiten Treibhausgas-Emissionen, der Wasserverschwendung und der Zerstörung des Regenwalds verantwortlich ist. Die Fleischindustrie ist notwendig auf die systematische Zerstörung der Natur angewiesen – „Nachhaltigkeit“ ist ihr höchstens ein beliebtes Werbemittel, um ihren Produkten einen grünen Anstrich zu verleihen.

An der Mefa und der Schweizerischen Fleischfachtagung treffen sich also die Bosse der Schweizer Fleischindustrie, um ihre Unternehmen und Waren zu präsentieren und die neuesten Produktionsmittel zur möglichst effektiven Schlachtung und Verarbeitung der Tiere zu verkaufen beziehungsweise zu erstehen. Zudem nutzen sie den Anlass, um ihre Ideologien zu verbreiten und ihr Geschäft mit dem Mord an Tieren zu verschleiern. Die Fleischindustrie und ihre stetig wachsenden Profite basieren auf dem Elend und der industriell organisierten Ermordung von Millionen von Tieren, auf der Ausbeutung von Lohnarbeitenden und der Zerstörung der Natur. Wir wollen das nicht weiter hinnehmen – darum protestieren wir gegen die Mefa und rufen alle progressiven Kräfte dazu auf, sich dem Protest in Basel anzuschliessen!

Solange die Bilanzen stimmen, werden die Profiteure der Schlachtunternehmen allerdings weitermachen wie bisher – Leid und Zerstörung ist für sie nicht von Bedeutung. Wollen wir dies ändern, reicht es daher nicht aus, humanere Schlachtmethoden, bessere Arbeitsbedingungen oder nachhaltigere Produktionsverfahren einzufordern. Erst wenn die Unternehmen sich in den Händen der Produzierenden befinden, können sie auf eine gesellschaftlich nützliche Produktion ohne Leid und Ausbeutung umgestellt werden. Wenn wir also wollen, dass Tiere nicht mehr systematisch ermordet und zu Waren verarbeitet werden, müssen wir für die Enteignung der Tierindustrie einstehen und gegen den Kapitalismus und seine Profiteure den Klassenkampf von unten aufnehmen!

Tierindustrie enteignen – Kapitalismus abschaffen!
Class Struggle – Animal Liberation!

Tierrechtsgruppe Zürich, November 2015

Zum Aufruf als Pdf
Zum Text “Fleischindustrie enteigenen!” der Tierrechtsgruppe Zürich

Protest: TIERE SIND KEINE WARE
Samstag, 21. November 2015
14:00 bis 17:00 Uhr
Claraplatz Basel
Organisiert von der Tierrechtsgruppe Basel und dem Verein Tierschutz in der direkten Demokratie
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Album Release Show “Planet der Klassen”, Holger Burner & Albino

Konzert Holger Burner Albino Winterthur Planet der KlassenAnlässlich des Plattenrelease ihres gemeinsamen Albums “Planet der Klassen” touren Albino und Holger Burner durch Deutschland und die Schweiz. Mit dabei die zwei Rapper Master Al und Tim Taylor. Die Tierrechtsgruppe Zürich präsentiert das Abschlusskonzert der Tour in Winterthur.

Zum neuen Album schreiben die Klassenkampf-Rapper:
“Holger Burner & Albino sind seit Jahren aktiv an Mikrophon und Megaphon – Rap der genausosehr auf Demonstrationen, Streiks und Straßenaktionen zu Hause ist wie auf Bühnen. Das erste gemeinsame Album heißt sehr bewußt “Planet der Klassen” – denn in Zeiten wo uns gelehrt wird, das es in unserer angeblich postmodernen Gesellschaft ja keine Klassen und schon gar keinen Klassenkampf mehr gibt, während Klassenkampf von oben in Form von Kriegen und Krisen auf unserem Rücken ausgetragen wird, wollen wir Position beziehen. Der Multimilliardär Warren Buffet weiß “Es herrscht Klassenkampf – und meine Klasse gewinnt”.

Unser Rap steht in der Tradition von den Leuten, die ohne Galerien angefangen haben Wände zu bemalen und ohne Proberäume Musik gemacht haben. Er ist Teil vom Kampf für eine Gesellschaft in der alle die Möglichkeit haben ihre Bedürfnisse zu befriedigen – nicht nur die Reichen und Besitzenden. Die Arbeiterbewegung hat immer gesagt das sie “Bread AND Roses” will – also nicht nur Nahrung für den Körper, sondern auch für den Geist. Wer etwas Kraft auftanken will im Kampf für eine gerechtere Welt, wer einen Abend verbringen will mit Menschen, die dieses Ziel teilen – der/die ist genau richtig bei unserem Konzert.”

Konzert mit Holger Burner, Albino, Master Al, Tim Taylor Rap & DJ

20:00 vegane Vokü, 22:00 Konzert

GGS31, General Guisan-Strasse 31, Winterthur

Der Kampf gegen Air France-KLM geht weiter!

Dieses Wochenende haben sich über 20 Personen an einer Kundgebung gegen Air France-KLM am Flughafen Zürich beteiligt. Mit Flugblättern, lautstarken Parolen und Transparenten wiesen sie kämpferisch auf die immer noch währenden Versuchstiertransporte der Fluggesellschaft hin.

Seit mehreren Jahren kommt es weltweit zu Boykott-Aufrufen und regelmässigen Protesten der Tierrechts- und Tierbefreiungsbewegung gegen Air France-KLM. Die Fluggesellschaft, an welcher der französische Staat knapp 16 Prozent der Aktien hält, ist die letzte übriggebliebene unter den Passagierairlines, welche noch Primaten in Versuchslabore auf der ganzen Welt transportiert. Diese Monopolstellung lässt bei Air France-KLM die Kassen klingeln. Die Labore z.B. der Pharmakonzerne haben so wiederum einen unkomplizierten und günstigen Zugang zu neuen Versuchstieren. Doch die Tiere tragen die Kosten dafür. Sie werden massivem Leid ausgesetzt und im Labor erwartet sie ein qualvoller und grauenhafter Tod. Dem blutigen Zweck der Kapitalisten ist die Kreatur nur Material.

Demo gegen Air France ZürichIn der Schweiz werden die Proteste gegen die Versuchstiertransporte mit allen möglichen Mitteln behindert. So sind Proteste am Flughafen in Basel-Mulhouse unter fadenscheinigen Gründen komplett verboten worden. Die Kundgebungen erfreuten sich zuvor einer immer stärkeren Beteiligung – ein Dorn im Auge der Profiteure. Als vor zwei Wochen Aktivistinnen und Aktivisten die Kampagne und den Protest ohne offizielle Bewilligung weiterführen wollten, kam es zu Verhaftungen.

Grund dafür sind auch die Erfolge, die durch kontinuierliche Kampagnenarbeit in den letzten Jahren erreicht wurden. So auch im 2015: Bereits zwei Fluggesellschaften – Japan Airlines und Brussels Airlines – haben sich seit Anfang Jahr dazu entschieden, das blutige Geschäft mit dem Transport von Versuchstieren zu beenden.

Aber nicht nur die Tierbefreiungsbewegung nimmt Air France-KLM in die Mangel, auch die Belegschaft bei Air France baut Druck auf den Konzern auf. Am Montagvormittag des 5. Oktober drangen protestierende Mitarbeiter in die Zentrale des Unternehmens ein und erzwangen den Abbruch einer Sitzung von Konzernführung und Betriebsrat. In dieser hatte Air-France-Chef Frédéric Gagey den Beschäftigtenvertretern einen Plan zur erneuten Stellenstreichung vorgelegt, durch den 3000 Arbeitsplätze vernichtet werden sollen. Die Belegschaft wehrte sich und schlug mehrere Top-Manager der Fluggesellschaft in die Flucht. Mit zerrissenen Hemden und schlotternden Knien suchten mehrere Konzernmanager der französischen Fluggesellschaft Schutz in den Armen von Polizeibeamten.

Im Zusammenhang mit diesem handfesten Klassenkampf drohen fünf Mittarbeitern nun gerichtliche Massnahmen. Nicht den Ursachen der Ausbeutung, sondern denen, die davon die Schnauze voll haben, soll der Prozess gemacht werden. Doch die Beschuldigten Arbeiter erfahren grossen Zuspruch. Viele Air-France-Angestellte protestierten zu Beginn letzter Woche gegen die Kriminalisierung ihrer Kollegen und die im französischen Zivilflugsektor vertretenen zwölf Gewerkschaften forderten in einer gemeinsamen Erklärung, dass die juristische Verfolgung der verhafteten Arbeiter unverzüglich einzustellen sei.

Stoppt die Transporte von Versuchstieren bei Air France-KLM!
Solidarität mit der kämpfenden Belegschaft!
Unsere Antwort auf die Angriffe von Oben: Klassenkampf und Tierbefreiung!

Heraus zur Kundgebung gegen Air France-KLM!

Demo gegen Air France ZürichNach wie vor transportiert das Flugunternehmen Air France-KLM verschiedenste Tierarten aus der ganzen Welt in die Versuchslabore in Europa und den USA. Air France-KLM ist dabei die letzte Passagierfluggesellschaft, die noch Primaten transportiert – alle anderen konnten durch weltweite Proteste der Tierrechts- und Tierbefreiungsbewegung zum Ausstieg aus diesem blutigen Geschäft bewegt werden.

Ein Ausstieg von Air France-KLM aus diesem Geschäft würde der Tierversuchsindustrie weltweit enorme Schwierigkeiten bereiten, da ihr Zugang zu Versuchstieren erheblich erschwert würde. Deshalb ist es umso
wichtiger, dass die Proteste gegen Air France-KLM nicht abreissen. Obwohl der Tierrechts- und Tierbefreiungsbewegung in der Schweiz immer mehr Steine in den Weg gelegt werden, kann in Zürich nun endlich wieder einmal gegen die Versuchstiertransporte von Air France-KLM demonstriert werden!

Bei Air France-KLM sind aktuell 3000 Angestellte von einem massiven Stellenabbau bedroht. Daher begrüssen wir es, wenn sich die Belegschaft von Air France-KLM organisiert und kämpferisch gegen die Sparangriffe ihrer Bosse zur Wehr setzt. Auch unser Protest gegen das Luftfahrtunternehmen richtet sich ausschliesslich gegen die Konzernherren, welche sowohl von der Ausbeutung der ArbeiterInnen wie auch der Tiere profitieren.

Das Image von Air France-KLM bröckelt. Unterstützt den kontinuierlichen
Kampf gegen die Versuchstierindustrie und kommt an die Kundgebung am 24.
Oktober am Flughafen Zürich!

Im Dienst des Imperialismus – Massaker von Indonesien 1965

Vor 50 Jahren, im Oktober 1965, vollzog sich in Indonesien ein blutiger Regimewechsel. Antiimperialistische linke Kräfte, welche einem pro-westlichen Wirtschaftskurs im Wege standen, wurden in einem neun Monate andauernden genozidähnlichen Massaker vernichtet. Durchgeführt wurden der Putsch und das Massaker von reaktionären Kräften, welche in der Folge die Regierung übernahmen. Bei diesem blutigen Putsch spielte der US-Geheimdienst CIA eine entscheidende Rolle. Die CIA unterstützte die reaktionären Kräfte in Indonesien nicht nur in der Vorbereitung und Durchführung des Putsches, sondern auch während der Massenmorde an Kommunisten und anderen progressiven Kräften.

Indonesien 1965 Tierrechtsgruppe ZürichDemonstration der PKI

Politischer und ökonomischer Zustand Indonesiens vor 1965
Zwischen 1949, der Unabhängigkeit Indonesiens von Holland nach 350-jähriger Kolonialherrschaft, und Oktober 1965 war die linke Bewegung in Indonesien eine der stärksten linken Bewegungen ausserhalb der sozialistischen Staaten. Im Jahr 1965 war die Kommunistische Partei Indonesiens (PKI) die grösste kommunistische Partei der nicht-sozialistischen Staaten und zählte mehr als drei Millionen Mitglieder, sowie geschätzte 15-20 Millionen aktive Unterstützer. Gleichzeitig waren die Indonesier in grosser Zahl in Arbeiter- und Bauerngewerkschaften organisiert und hatten ein starkes Klassenbewusstsein. Regelmässig demonstrierte eine grosse Zahl von Menschen vor US-Missionen gegen die imperialistische Politik der USA. Zur gleichen Zeit begannen Arbeiter in US-amerikanischen Erdölförderanlagen und Kautschukplantagen diese zu enteignen – unter anderem auch entzürnt über den US-Militäreinsatz in Vietnam – und unter eigene Kontrolle zu bringen; in einer Zeit wo ein Grossteil der indonesischen Rohstoff- und Erdölförderung sowie der Kautschukanbau in den Händen von vor allem amerikanischem und europäischem Kapital war. Diese Enteignungen wurden unter dem antiimperialistisch ausgerichteten Präsidenten Sukarno, welcher die Zusammenarbeit mit den West-Mächten verweigerte, planmässig weitergeführt, so dass ausländische Unternehmen und Investoren stark aus Indonesien zurückgedrängt wurden.

Unterstützung antikommunistischer Kräfte durch die CIA
Diese den imperialistischen Kapitalinteressen entgegen verlaufenden Entwicklungen waren der USA seit längerem ein Dorn im Auge. Zur Sicherstellung dieser Interessen waren seit der Unabhängigkeit Indonesiens reaktionäre Kräfte im Land von der CIA tatkräftig unterstützt worden. Diese Hilfe erfolgte ab den 1950er Jahren zunächst finanziell, indem die rechten Militärkreise regelmässig Beiträge in Millionenhöhe erhielten (1). Sie erfolgte jedoch zunehmend auch militärisch, wobei zwischen 1956 und 1959 unter anderem 200 ranghohe indonesische Offiziere in den USA trainiert worden waren (2). Die Hilfe der CIA resultierte schliesslich 1958 in einem ersten, erfolglosen Putschversuch von rechten Rebellenkräften, unter denen einige dissidente Militärs waren. Die CIA unterstützte die reaktionären Kräfte auch während des Putschversuches (3), unter anderem in der Versorgung mit Waffen und Flugzeugen (4).

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