Schluss mit dem Profit auf Kosten von Mensch, Tier und Natur! Heraus zum 1. Mai!

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Die Fleischindustrie verkörpert exemplarisch den umfassenden Bereicherungstrieb, der in der kapitalistischen Produktionsweise herrscht. Krankmachender Leistungsdruck und miese Löhne, Tiermord am Fliessband und schonungsloser Raubbau an der Erde bilden die Grundlagen des tagtäglichen Geschäfts. Damit aus dem Kapital der Fleischunternehmer mehr Kapital wird, werden systematisch Lohnarbeiter ausgebeutet und Tiere zu Waren gemacht.
Wir haben die Fleischindustrie satt und genug von der kapitalistischen Barbarei! Gehen wir am 1. Mai gemeinsam auf die Strasse und kämpfen wir für eine ökologische und sozialistische Gesellschaft ohne Schlachthäuser.

Das Kapital geht über Leichenberge

Die Misere spricht Bände: In der Schweizer Fleischindustrie werden jedes Jahr über 69 Millionen Tiere ermordet. In modernen Schlachtfabriken sind das mehrere Hundert pro Stunde. Darunter hauptsächlich Hühner, Rinder, Kälber und Schweine; empfindungsfähige Individuen, die für den Profit der Fleischbosse mit ihrem Leben bezahlen. Die Konzernherren bei Bell, Micarna und Co freuen sich derweil über steigende Umsatzzahlen. Bell allein knackte letztes Jahr die 3 Milliarden-Grenze. Eine kleine Minderheit von Kapitalisten macht fette Geschäfte mit dem Tod von Millionen von Tieren.

Der gegenwärtige Biofleisch-Boom spielt diesem nackten und brutalen Kapitalismus direkt in die Hände. Entgegen des romantisierten Werbeidylls von glücklichen Tieren aus artgerechter Haltung, wird die Situation der Tiere durch Tierschutzlabels kaum verbessert. Auch bei Biofleisch herrscht das Prinzip „Profit vor Leben“. Denn auch im Biosegment werden Tiere als blosse Fleischmaschinen für die Verwertung zugerichtet, um in den tödlichen Korridoren der Schlachthöfe zu verenden. Der klassische Tierschutz bietet der Fleischindustrie dabei nicht die Stirn, sondern die nötige ideologische Schützenhilfe um die Opferung von Tieren auf dem Profitaltar zu legitimieren.

Fette Gewinne auf dem Rücken der Lohnarbeiter

Während das Kapital fette Gewinne einstreicht, gibt es in den unteren Etagen der Fleischfabriken wenig zu lachen. Um die Profite zu maximieren, muss die Ausbeutung der Arbeiter gesteigert werden. Konkret manifestiert sich dieser Klassenkampf von oben etwa in der Intensivierung der Arbeitsprozesse, der Zunahme von Temporärarbeit und dem Sparen bei Löhnen und Sozialleistungen. Erst letztes Jahr wurde aufgedeckt, dass mehrere Angestellte des Migros-Schlachtbetriebes Micarna durch ihre Arbeit physisch und psychisch erkrankten, worauf sie durch die Geschäftsleitung aus dem Betrieb entlassen wurden. Die miesen Arbeitsbedingungen wirken sich auch auf die Tiere aus. Die Bosse lassen die Fliessbänder immer schneller laufen und erhöhen die erwarteten Stückzahlen. Die Zunahme der Arbeitsintensität führt dazu, dass die Schlachthofarbeiter unter enormem Zeitdruck stehen und dementsprechend noch schlechter mit den Tieren umgehen müssen.
Es zeigt sich: Da die Fleischbosse im Besitz der Produktionsmittel sind, diktieren sie die Produktion. Sie bestimmen über die Situation der Lohnabhängigen und der Tiere, und unterwerfen sie somit ihrem Hunger nach Profit.

Naturzerstörung nach dem Motto: nach uns die Sintflut

Neben millionenfachem Tiermord und systematischer Ausbeutung geht die Fleischproduktion einher mit einer massiven Zerstörung der Umwelt. Riesige Landstriche, u.a. grosse Teile des Regenwalds, werden für die Produktion von Tierfutter gerodet und zugerichtet. Zudem verschmutzt die Fleischindustrie Böden und Gewässer in ihrer Umgebung. Ein Grossteil des weltweiten CO2-Austosses gehen auf ihr Konto, womit sie in hohem Masse zum Klimawandel beiträgt. Durch das Streben nach schnellen Profiten gefährdet die Fleischproduktion somit längerfristig unsere natürlichen Lebensgrundlagen.

Fleischindustrie enteignen! Für eine Gesellschaft ohne Schlachthäuser!

Die schreiende Ungerechtigkeit und Unvernunft der Fleischproduktion zeigt klar: Schlachthäuser gehören abgeschafft! Dieses Ziel kann nur im Klassenkampf gegen den Kapitalismus und seine Profiteure erkämpft werden. Solange die Produktionsmittel in den Händen der Kapitalisten sind und bloss ihrem privaten Profit dienen, solange wird die Produktion auch durch die Ausbeutung von Mensch, Tier und Natur gekennzeichnet sein.

Wir fordern deshalb: Enteignung und Vergesellschaftung der Fleischindustrie! Nur wenn die Produktionsmittel in den Händen der Produzenten selbst sind, können wir die Produktion gesellschaftlich planen und den Umbau in eine ökologisch-nachhaltige, vegane Lebensmittelproduktion vorantreiben.

Die Profiteure des Elends der Lohnabhängigen und der Tiere werden nicht freiwillig auf ihre Position im gesellschaftlichen Gefüge verzichten. Es ist deshalb an uns, die Klassenkämpfe von unten zusammenzuführen und zu einer starken antikapitalistischen Bewegung zu verbinden. Der 1. Mai als internationaler Kampftag der Lohnabhängigen steht wie kein anderer Tag für den Kampf um eine sozialistische Gesellschaft, gegen Krieg, Imperialismus und Ausbeutung. Deshalb fordern wir alle Tierbefreierinnen und Tierbefreier auf, sich dem revolutionären Block in Zürich anzuschliessen. Lasst uns gemeinsam dem Schlachten ein Ende setzen!

Fleischindustrie enteignen – Kapitalismus abschaffen!
Für eine Welt ohne Schlachthäuser und Schlachtfelder!
Heraus zum 1. Mai!

Tierrechtsgruppe Zürich

1. Mai | 9:30 Uhr | Revolutionärer Block | Helvetiaplatz Zürich

Thesenpapier: Jetzt auch als Hörbuch erhältlich!

Der linke Polit-Rapper Albino hat sich ins Studio gesetzt und das Thesenpapier „Marxismus und Tierbefreiung“ als Hörbuch eingelesen. Zu finden ist das Ganze nun auf dem YouTube-Kanal der Tierrechtsgruppe Zürich. Wer das Hörbuch als mp3-Format herunterladen möchte, kann das zum Beispiel über diese Seite hier tun. Dort einfach den Link des YouTube Videos einfügen, Video in mp3 umwandeln und fertige Datei downloaden.

Auch dieses Jahr: Weder Schlachtfelder noch Schlachthäuser!

Auch dieses Jahr reisten wieder einige Mitglieder der Tierrechtsgruppe Zürich nach Berlin, um als Teil des Bündnisses Marxismus und Tierbefreiung an der Luxemburg-Liebknecht-Demo teilzunehmen. An der Gedenkveranstaltung für die beiden im Jahr 1919 ermordeten Kommunisten verteilten wir einen Flyer, in dem wir die Verbindung von Arbeiter-, Ökologie- und Tierbefreiungsbewegung fordern. Am Tag davor besuchten wir zudem die internationale Rosa Luxemburg Konferenz der Zeitung junge Welt, auf der wir mit einem Infotisch präsent waren. Zeitgleich gab es auch in Zürich einen Infostand der Tierrechtsgruppe Zürich am Forum Das Andere Davos der Bewegung für den Sozialismus BFS.

 

Weder Schlachtfelder noch Schlachthäuser!

»Rücksichtsloseste revolutionäre Tatkraft und weitherzigste Menschlichkeit, dies allein ist der wahre Odem des Sozialismus. Eine Welt muß umgestürzt werden, aber jede Träne, die geflossen ist, obwohl sie abgewischt werden konnte, ist eine Anklage; und ein zu wichtigem Tun eilender Mensch, der aus roher Unachtsamkeit einen Wurm zertritt, begeht ein Verbrechen.«
– Rosa Luxemburg

Der Name Rosa Luxemburg steht für Positionen, die heute so notwendig sind wie lange nicht: Gegen faule Kompromisse mit der Bourgeoisie, für eine konsequent antiimperialistische Friedenspolitik und Vereinigung aller Kommunistinnen und Kommunisten. Ihre Standpunkte sind jedoch auch untrennbar mit dem verbunden, was Luxemburgs »weitherzigste Menschlichkeit« antrieb: Eine tiefe und unverbrüchliche Solidarität mit den Leidenden, die auch die Tiere einschloss.
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Jetzt Bestellen: Marxismus und Tierbefreiung – Thesenpapier

Thesenpapier 2017 Bündnis Marxismus und Tierbefreiung Hamburg Zürich Tierrechtsgruppe Assoziation Dämmerung Rosa Luxemburg Konferenz

Der Release ist geglückt und das Thesenpapier kann nun als Broschüre im A6-Format bestellt werden. Alle Bestellungen werden vom Bündnis Marxismus und Tierbefreiung bearbeitet und koordiniert. Für den Versand in der Schweiz ist die Tierrechtsgruppe Zürich verantwortlich.

Die Broschüre ist grundsätzlich kostenlos. Verrechnet werden nur die Versandkosten. Über eine kleine Spende bzw. einen solidarischen finanziellen Beitrag freut sich das Bündnis insbesondere bei grösseren Bestellmengen.

Damit wir den Versand einigermassen einfach gestalten können, bieten wir einheitliche Bestelloptionen an:

Versand in der Schweiz:
Einzelbestellung: 1 Broschüre: 1.50 Franken
Paket à 10 Broschüren: 10 Franken

Thesenpapier bestellen unter: trgzh (at) immerda.ch
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Versand im EU-Raum:

Deutschland:
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Österreich:
Einzelbestellung: 1 Broschüre: 4.20 Euro
Paket à 10 Broschüren: 10 Euro

Thesenpapier bestellen unter: mutb (at) riseup.net

Das Thesenpapier ist auch im pdf-Format als Download erhältlich oder kann hier direkt online gelesen werden:

 

Marxismus und Tierbefreiung – Thesenpapier

Der Marxismus und die Befreiung der Tiere – auf den ersten Blick zwei Dinge, die kaum etwas miteinander zu tun haben. Schließlich hat weder ersterer durch seine Tierliebe von sich reden gemacht, noch sind die Tierfreunde dafür bekannt, sich die Befreiung der Arbeiterklasse und den Aufbau einer sozialistischen Gesellschaft auf die Fahnen geschrieben zu haben.

Ganz im Gegenteil: Mit dem klassischen Marxismus können die mehrheitlich autonom-anarchistisch geprägten Tierbefreiungsaktivisten nicht viel anfangen; er gilt als theoretisch unterkomplex und autoritäre Ideologie, die sich mit dem Ende des Realsozialismus erledigt hat.

Zwar kommen Kapitalismuskritik und das Vokabular der Arbeiterbewegung („Genosse“, „Klasse“) in der linksradikalen Szene wieder vermehrt in Mode, aber so richtig kann man mit den traditionellen Marxisten trotzdem nichts anfangen. Sie sind als notorische Tierhasser verschrien, die nur von Ökonomie reden und oft kaum von kleinbürgerlichen Bratwurst-Spießern zu unterscheiden sind.

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Thesenpapier: Für die Vereinigung von Marxismus und Tierbefreiung!

Thesenpapier Bündnis Marxismus und Tierbefreiung 2017 Tierrechtsgruppe Zürich Assoziation Dämmerung

Bislang hat sich weder die marxistische Linke für die Befreiung der Tiere stark gemacht, noch hat sich die Tierrechts- und Tierbefreiungsbewegung den Aufbau einer sozialistischen Gesellschaft auf die Fahnen geschrieben. Das Bündnis Marxismus und Tierbefreiung legt in in einem neu veröffentlichten Thesenpapier dar, warum eine theoretische und praktische Vereinigung beider Kämpfe trotzdem nicht nur möglich, sondern politisch notwendig ist.

In 18 Thesen wird begründet, weshalb der Antispeziesismus marxistisch sein muss und umgekehrt der Marxismus die Befreiung der Tiere nicht länger von seiner politischen Agenda ausschliessen darf. Dabei wird einerseits aufgezeigt, dass die in der Tierrechts- und Tierbefreiungsbewegung dominierenden politisch-theoretischen Strömungen – bürgerliche Moralphilosophie, liberale Rechtskritik und linksliberale poststrukturalistische Herrschaftskritik – die Ausbeutung der Tiere nicht hinlänglich erklären und deshalb auch praktisch nicht mit ihr fertig werden können. Andererseits wird gezeigt, dass die Marxisten selbst in Ideologie zurückfallen, wenn sie eine Demarkationslinie zwischen der Befreiung des Proletariats und der Befreiung der Tiere ziehen. Beide politischen Bewegungen verkennen bisher, dass sie den selben Gegner haben – die Klasse der Kapitalisten.

Das Bündnis Marxismus und Tierbefreiung ist ein Zusammenschluss von Organisationen und Einzelpersonen aus der Tierbefreiungsbewegung sowie der kommunistischen Linken. Die Tierrechtsgruppe Zürich ist seit 2014 Teil des Bündnisses.

Die Publikation kann hier bereits als pdf-Datei heruntergeladen werden.

Die Druckversion des Thesenpapiers wird in der Schweiz zum ersten Mal am 14. Januar 2017 an der Veranstaltung „Das Andere Davos“ an einem Infostand der Tierrechtsgruppe Zürich im Volkshaus erhältlich sein.
In Deutschland bekommt man die Broschüre zeitgleich an einem Infostand des Bündnisses Marxismus und Tierbefreiung auf der Rosa Luxemburg Konferenz in Berlin.

Weitere Informationen zu den Bezugsmöglichkeiten in der Schweiz und Deutschland folgen in Kürze.

Zwischen Bewegungsfetisch und rot-rot-grüner Tierschutzpolitik

In der jüngst veröffentlichten Ausgabe der TIERBEFREIUNG – das aktuelle Tierrechtsmagazin (S. 38-40) ist eine solidarische Kritik des Bündnisses “Marxismus und Tierbefreiung” am “Tierbefreiungskongress 2016 – für eine starke Bewegung” und der Linkspartei-Tagung “Mensch-Tier-Verhältnis: Von der Ausbeutung zum Respekt?” erschienen.

AktivistInnen des Bündnisses waren bei beiden Veranstaltungen vertreten und brachten sich auf unterschiedliche Weise in die Diskussionen ein, unter anderem mit einem Workshop, Diskussionsbeiträgen und einem Infostand. Mit der kritischen Auswertung soll die inhaltlich-organisatorische Debatte innerhalb der Tierrechts- und Tierbefreiungsbewegungen und zwischen den Bewegungen und den an ihr interessierten Parteien angeregt werden.

Tierbefreiungskongress 2016 Burg Lohra TBK 2016 Bündnis Marxismus und Tierbefreiung

Zwischen Bewegungsfetisch und rot-rot-grüner Tierschutzpolitik
Der Tierbefreiungskongress 2016 und die Linkspartei-Tagung zum „Mensch-Tier-Verhältnis“

Mitte September und Anfang Oktober 2016 fanden der Tierbefreiungskongress (TBK) auf der Burg Lohra in Thüringen und die Tagung „Mensch-Tier-Verhältnis: Von der Ausbeutung zum Respekt?“ der Fraktion DIE LINKE (PDL) im hessischen Landtag in Wiesbaden statt. Wir, das Bündnis Marxismus und Tierbefreiung, haben uns über die Initiativen der OrganisatorInnen gefreut und die Konferenzen mit Interesse verfolgt. Im Resümee zeigt sich allerdings eine politisch desorientierte Bewegung zwischen autonomer Selbstbeschäftigung und Vereinnahmungsversuchen für grün-sozialdemokratische Regierungsbündnisse.


Bewegungsfetisch, Theoriefeindschaft und Politikverschlossenheit

Der Tierbefreiungskongress 2016
Der TBK war nach den Vorgängerkongressen 2009 und 2010 und den Tierbefreiungstagen 2012 in Hamburg das erste größere Treffen der deutschsprachigen Tierrechts- und Tierbefreiungsbewegung. Überregionale Vernetzung und Koordination sind im Kampf gegen die Tierindustrie unerlässlich und eine Bewegung kann nur gemeinsam Politik entwickeln, wenn ihre AktivistInnen sich politisch austauschen und streiten. Doch obwohl der diesjährige mit etwa 160 TeilnehmerInnen gut besuchte TBK dafür den geeigneten Rahmen geboten hätte, fanden zentrale politische und strategische Diskussionen nicht statt.
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Nieder mit der EuroTier! – Redebeitrag auf der Demonstration „Tierproduktion stoppen! Klima retten!“ am 12. November in Hannover

Rund 400 AktivistInnen vor allem aus der Klima- und Tierbefreiungsbewegung haben am 12. November 2016 unter dem Motto „Tierproduktion stoppen! Klima retten!“ gegen die EuroTier-Messe in Hannover demonstriert. Aufgerufen hatte das Netzwerk „Animal Climate Action“, das die Aktiven der verschiedenen Bewegungen zusammenbringen und vernetzen will. Auch das Bündnis Marxismus und Tierbefreiung hat sich an der Demonstration beteiligt und einen Redebeitrag gehalten, den wir hier dokumentieren.

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe Genossinnen und Genossen!

Die von der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft organisierte „EuroTier“ ist die weltweit größte Messe für Tierhaltung und Tierzucht. Die „Leitmesse für Tierhaltungsprofis“, wie sie sich nennt, gibt sich den Anschein, es ginge ihr um tierfreundliche Ambitionen, man wolle „den Blick für das Tier nicht vernachlässigen“. Tatsächlich ist die „EuroTier“ eine Plattform global agierender Unternehmen – den Schwergewichten des Fleisch-Kapitals, das mit „Tierfreundlichkeit“ schlicht unvereinbar ist. Seine Akkumulationsstrategien sind vielmehr unweigerlich mit der systematischen Quälerei und Tötung von Tieren verbunden.

Fleisch-MagnatInnen wie Tönnies und Vion sind mit ihren hauseigenen Zucht-, Vermarktungs- und Handelsorganisationen genauso vertreten wie der deutsche Geflügelfleisch-Monopolist, die PHW-Gruppe mit seiner Marke „Wiesenhof“. Unternehmen der Tierzucht, Futterhersteller, Hersteller von Hallen und Mastanlagen und Unternehmen der Melktechnik präsentieren ihre neusten „Innovationen“, um das Leid und den millionenfachen Tod der Tiere noch effizienter und profitabler zu gestalten. Es kommt nicht von ungefähr, dass rund die Hälfte der Aussteller aus der Bundesrepublik stammt: Deutschland ist „der Schlachthof Europas“. Mehr lesen…

Nein zur NATO – Kriegspartnerschaft beenden!

Seit 20 Jahren liebäugelt die Schweiz mit der grössten Militärallianz der Welt: der North Atlantic Treaty Organization, besser bekannt als NATO. Seit Dezember 1996 nehmen die Eidgenossen am NATO-Programm Partnership for Peace (PfP, dt. Partnerschaft für den Frieden) teil. Die PfP ist ein flexibles Instrument, welches die Zusammenarbeit mit der NATO, deren Mitgliedern und den anderen Partnerstaaten ermöglicht und erleichtert. Sie ist zudem so etwas wie eine Rekrutenschule für die NATO-Mitgliedschaft – auch wenn dies hierzulande immer wieder bestritten wird.

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Partnership for Peace Nato Schweiz 20 Tierrechtsgruppe Zürich AntimilitarismusAntikommunistischer Militärpakt
Die NATO ist die grösste Kriegsmaschinerie der Welt. Sie wurde vier Jahre nach der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht und dem Ende des Zweiten Weltkriegs gegründet. Die Neuordnung der Welt führte zu Spannungen zwischen den Siegermächten der Anti-Hitler-Koalition, in deren Folge zehn westeuropäische Staaten mit den USA und Kanada einen Militärpakt schlossen. Gemäss den anfänglichen zwölf NATO-Staaten bestand die Absicht des Bündnisses darin, sich gegenseitig militärisch beizustehen, sollte eines der Mitgliederländer angegriffen werden. Es wird dann vom sogenannten Bündnisfall gesprochen, gestützt auf Artikel 5 des Nordatlantikvertrags. Legitimiert wurden der Aufbau und die Aufrüstung der NATO durch eine hetzerische antikommunistische Propaganda, welche die Sowjetunion zum Feindbild Nummer 1 erklärte. Die Sowjetunion beantwortete die Gründung der NATO ihrerseits mit einem Militärbündnis osteuropäischer Staaten – beschlossen mit dem „Warschauer Vertrag über Freundschaft, Zusammenarbeit und gegenseitigen Beistand“ –, um gegen die Drohungen des Westens gewappnet zu sein.

Ost-West-Konflikt
Zu einer direkten militärischen Auseinandersetzung zwischen dem kapitalistischen Westen und dem sozialistischen Osten kam es jedoch nie. In Stellvertreterkriegen wurden die jeweiligen Interessen der beiden Machtblöcke aber sehr wohl auch militärisch ausgefochten. So z.B. im Krieg in Korea (1950 – 1953) oder Vietnam (1955 – 1975). Auch in Lateinamerika und Afrika trat der Ost-West-Konflikt hervor: Vor allem in den 1970er- und 1980er-Jahren arbeitete die USA auf den Sturz zahlreicher linker Regierungen hin und unterstützte rechtsgerichtete Militärdiktaturen – so z.B. in Chile am 11. September 1973. In den 1980er-Jahren unterstützten die Reagan-Regierung und die CIA den Krieg der konterrevolutionären Contra-Rebellen gegen die linksgerichtete Regierung der Sandinisten in Nicaragua. Im Bürgerkrieg in Angola (ab 1975) standen sich Gruppen gegenüber, die von den USA auf der einen und Kuba und der Sowjetunion auf der anderen Seite unterstützt wurden. Mehr lesen…

Zum Nachhören: Ein tierisches Geschäft. Analyse und Kritik der Schweizer Fleischindustrie

Der von der Tierrechtsgruppe Zürich am 29. Juli 2016 in Bern gehaltene Vortrag „Ein tierisches Geschäft. Analyse und Kritik der Schweizer Fleischindustrie“ steht nun zum Nachhören bereit.

Im ersten Teil des Vortrages werden der Aufbau und die Funktionsweise der Schweizer Fleischindustrie dargestellt. Auf der einen Seite wird nach den Profiteuren und Strippenziehern dieser Industrie gefragt, und auf der anderen Seite wird die Situation der Leidtragenden beleuchtet.

In der zweiten Hälfte wird dann der Kampf der Tierrechts- und Tierbefreiungsbewegung gegen die Fleischindustrie in den Fokus genommen. Dabei werden einige der vorherrschenden Ansätze und Konzepte der Bewegung diskutiert und mit der gesellschaftlichen Realität der Tierproduktion abgeglichen. Die Tierrechtsgruppe Zürich will damit einige blinde Flecken und Probleme der Bewegung aufzeigen, welche aus ihrem politischen Verständnis heraus einer erfolgreichen Praxis für die Befreiung der Tiere im Wege stehen.

Tierbefreiung heisst Kampf den Kapitalisten!

Auf dem Bahnhofplatz in Bern forderten am Abend des 6. August 2016 rund 500 Personen die Schliessung aller Schlachthäuser. Die Kundgebung wurde von der Tierrechtsorganisation tier-im-fokus (tif) organisiert. Die mehrere Stunden dauernde Veranstaltung hatte einen reformpolitischen Charakter. Die meisten Reden (junge Grüne, Greenpeace, Vegane Gesellschaft usf.) betonten im Kern die Forderung nach Tierrechten oder stellten den Artenschutz sowie einen nachhaltigen Umgang mit Ressourcen und Nahrungsmitteln ins Zentrum. Die Förderung des Veganismus stellte für die Mehrheit der RednerInnen den Ausweg aus der Schlachthofgesellschaft dar. Ähnlich eines Schneeballsystems sollen Freunde und Freundinnen, das weitere Umfeld aber vor allem auch ParlamentarierInnen von der veganen Idee angesteckt werden.

Schlachthausdemo Schlachthäuser schliessen Bern 2016 Tierrechtsgruppe Zürich

Die Tierrechtsgruppe Zürich beteiligte sich ebenfalls an dem Protest. Mit einem Flugblatt, welches wir hier dokumentieren, entgegneten wir diesen Ansätzen, dass die Kapitalisten in der Fleischindustrie es nicht zulassen werden, dass im Kapitalismus nicht mehr geschlachtet werden kann. Deshalb sagen wir:

Tierbefreiung heisst Kampf den Kapitalisten!

Flugblatt als Pdf

Im Frühjahr wurde publik, dass beim Migros-Fleischbetrieb Micarna unsägliche Arbeitszustände herrschen. Für viele MitarbeiterInnen ist der Leistungsdruck enorm. Sie sagen, das hohe Arbeitstempo am Fliessband mache sie psychisch und physisch krank. Doch wer zu Hause bleibe, dem drohe die Kündigung. Die Gewerkschaft Unia stellt zudem fest: festangestellte MitarbeiterInnen in der Fleisch-Branche werden immer öfter aussortiert und durch billigere, temporäre Arbeitskräfte aus Osteuropa ersetzt.

Miese Jobs, grosser Profit
Die Fleischindustrie bedient sich immer neuer Strategien um ihre Profite zu steigern. Moderne Schlachthäuser und die für diese Einrichtungen immer weiter entwickelten Maschinen und Abläufe machen das serielle Töten von Tieren zu einem Milliardengeschäft für einige wenige. Bei Micarna in Bazenheid sind vor zwei Jahren noch zwischen 140 und 170 Schweine pro Stunde (z)erlegt worden. Nach einer Modernisierung des Betriebs durchlaufen heute 220 Tiere in der Stunde den Todestrakt. Mehr lesen…

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