„Die Idee der Friedensbewegung, die Rüstungsbetriebe einer Konversion zu unterziehen, lässt sich wunderbar auf die Fleischindustrie übertragen.“

Das linke Infoportal Die Freiheitsliebe hat ein Gespräch mit dem Bündnis Marxismus und Tierbefreiung geführt. Wir dokumentieren das Interview vom 4. Juli 2017 nun auch auf unserer Homepage.

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Umweltpolitik und Tierschutz werden bisher vor allem mit der Umweltbewegung verbunden, die radikale Linke scheint dagegen kaum Verbindungen zu haben zu der Thematik. Warum grade Marxisten sich mit dem Thema Tierbefreiung beschäftigen erläutert in dem Interview das „Bündnis Marxismus und Tierbefreiung“.

Interview als PDF

Die Freiheitsliebe: Vor einigen Monaten habt ihr ein Papier mit 18 Thesen verfasst, die sich mit dem Zusammenhang von Marxismus und Tierbefreiung beschäftigen. Warum seht Ihr die Notwendigkeit, euch mit beiden Themen zu befassen?

Bündnis Marxismus und Tierbefreiung: Um diese Frage zu beantworten, müssen wir ein wenig ausholen. Für gewöhnlich ist es doch so: Der Impuls, sich dem Marxismus zuzuwenden, wird meist durch die Erfahrung ausgelöst, dass es in unserer Gesellschaft – salopp gesagt – nicht gerecht zugeht. Auf der einen Seite leben die Schaefflers, Bezos’, Buffets usw. in ihren Palästen in Saus und Braus. Auf der anderen Seite stehen die Ausbeutung von LohnarbeiterInnen und die Überausbeutung von Teilen der marginalisierten Bevölkerungsgruppen. Armut nimmt zudem im real existierenden Kapitalismus vielerorts absurde Ausmaße an: Laut UN werden in diesem Jahr voraussichtlich 20 Millionen Menschen (sic!) in Gebieten wie Südsudan, Somalia, Jemen und Nigeria verhungern, während dutzende Millionen immer noch ihr Dasein als Sklaven oder in sklavenähnlichen Arbeitsverhältnissen fristen. Der ehemalige UNO-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung, Jean Ziegler, hat zu Recht gesagt: „Wer jetzt am Hunger stirbt, wird ermordet.“ Um diese buchstäblich irrationale Organisation der Gesellschaft zu verstehen, von der sehr Wenige sehr viel profitieren, bietet der Marxismus immer noch die beste Erklärung: Man kann den Wahnsinn mit Hilfe der marxschen Theorie begreifen und zugleich weiß man, was zu tun ist, um ihn zu beenden.

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Vortrag “Learning from SHAC”

Im Juli 2012 wurden die beiden Tierbefreiungsaktivisten Sven und Natasha in Amsterdam aufgrund eines europäischen Haftbefehls verhaftet. Sie wurden der ‘conspiracy to blackmail’, also der „Verschwörung zur Erpressung“, angeklagt, weil sie an der Kampagne gegen das Tierversuchslabor Huntingdon Life Sciences (HLS, heute Envigo) teilgenommen haben sollen. Den beiden wird vorgeworfen, im Rahmen der Kampagne verschiedenste Aktionen von freundlichen Protestbriefen bis hin zu Sachbeschädigungen durchgeführt zu haben. HLS ist das grösste Tierversuchslabor Europas. Gegen kein anderes Labor gab es in der Geschichte der Tierbefreiungsbewegung so viele Proteste. Die britische Regierung hat ausserordentliche Massnahmen ergriffen, um die Menschen davon abzuhalten, diese Proteste fortzuführen. Dazu gehörte auch eine gezielte Repression gegen die Aktivisten der Kampagne. Sven und Natasha warten nun auf ihre Prozesse in Grossbritannien, bei denen sie zu Haftstrafen von bis zu 10 Jahren verurteilt werden könnten.

20. Juli 2017, Infoladen Kasama, Militärstr. 87a, Zürich, mit Vokü, ab 19:00
Vortrag auf Englisch!

 

Freiheit für Palästina!

Wir rufen dazu auf, sich am 5. Juli 2017 der Kundgebung „Freiheit für Palästina!“ anzuschliessen. Der Protest beginnt um 18:30 Uhr gegenüber des Volkshaus Zürich.
In dem Zusammenhang dokumentieren wir hier eine Erklärung, welche von mehreren Organisationen und Gruppen getragen wird:

Zur Erklärung als Pdf

 

Nicht schweigen angesichts von Kriegsverbrechen, Besatzung und Apartheid

Freiheit für Palästina!

Für eine Veranstaltungsreihe hat eine vorgeblich linke „Initiative gegen Antisemitismus Zürich“ zwei antideutsche Leitfiguren der BRD eingeladen. Bereits am 11. Mai 2017 sprach Jutta Ditfurth im Zürcher Volkshaus. Am 5. Juli wird das Wort dem Publizisten Alex Feuerherdt erteilt. Beiden Rednern ist gemein, dass sie den Vorwurf des Antisemitismus gegen Friedensbewegte und linke Antiimperialisten erheben, die sich solidarisch mit dem von Israel geknechteten Volk in den besetzten palästinensischen Gebieten zeigen. Wir lassen uns davon nicht irritieren und fordern: Freiheit für Palästina!

Antideutsche sind keine Linken

Die Politik der Antideutschen richtet sich scheinbar gegen Antisemitismus. Tatsächlich tun sie aber nichts anderes, als die israelische Regierungspolitik zu befürworten und für tolerabel zu erklären. Dabei setzen sie Judentum, Israel und Zionismus einander gleich, als wäre das alles dasselbe. Auch linke Kritik an der israelischen Kriegs- und Besatzungspolitik lässt sich mit einer solch ideologisch-manipulativen Verkehrung als antisemitisch brandmarken. Politisches Kapital schlagen daraus längst auch Neue Rechte und Rechtskonservative, welche mit der antideutschen Transformation der Antisemitismuskritik konform gehen. Zu einem rechten Schulterschluss zwischen Jutta Ditfurth und der CDU kam es zum Beispiel Anfang Juni, als diese gemeinsam in Frankfurt am Main versucht hatten, eine Konferenz zu 50 Jahren Besatzung Palästinas zu verhindern.

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Kapitalismus beenden! Auf die Strasse gegen die Ausbeutung von Mensch und Tier

Die Tierrechtsgruppe Zürich ruft dazu auf, am 1. Juli 2017 in Bern auf die Strasse zu gehen und die Demo „Speziesismus beenden!“ zu unterstützen. Wir teilen dieses Forderung der Organisatoren, wollen der Tierrechts- und Tierbefreiungsbewegung aber auch aufzeigen, welche Entwicklungen hinter dieser Demo stecken und welche theoretischen Überlegungen diesem Anliegen zugrunde liegen. Mit dem von uns verfassten Flugblatt wollen wir die Protestaktion daher nicht nur solidarisch und kämpferisch, sondern auch kritisch begleiten.

Flugblatt als Pdf

Demo Antispeziesismus Antispe Speziesismus Bern 2017 Tierrechtsgruppe Tier im Fokus

In den letzten drei Jahren rief die Tierrechtsorganisation Tier im Fokus (tif) im Sommer jeweils dazu auf, in Bern „für die Schliessung aller Schlachthäuser“ auf die Strasse zu gehen. Mit dieser Parole wurde eine unmissverständlich konkrete Forderung formuliert. Anstatt aber Kontinuität und politische Beharrlichkeit zu zeigen, schlägt tif dieses Jahr bedauerlicherweise einen anderen Weg ein.

Für den 1. Juli 2017 ruft tif nun „zu einem grossen, lauten und bunten Strassenprotest für das Ende des Speziesismus“ auf. Es geht tif nicht mehr in erster Linie darum, die Schlachthäuser zu schliessen und der Fleischindustrie das Handwerk zu legen, sondern tif will nun jeden einzelnen davon überzeugen, das speziesistische Denken abzulegen: „Wer den Speziesismus ablehnt, lebt vegan“, so das zentrale Anliegen im Aufruf zur diesjährigen Demo.
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Kampf der Fleischindustrie! Auf die Strasse am 17. Juni!

Mit der Parole „Schlachthäuser gehören abgeschafft!“ rufen für den 17. Juni 2017 mehrere Tierrechtsorganisationen zu einer Demo in Zürich auf. Die Tierrechtsgruppe Zürich begrüsst und unterstützt diese Protestaktion gegen die Fleischindustrie und ruft dazu auf, sich an der Demo zu beteiligen!

Hier geht es zur Facebook-Veranstaltung der Organisatoren.

Schlachthof Schlachthaus Demo Zürich Juni 2017 Tierrechtsgruppe nachtwache

Schulter an Schulter – Das war der 1. Mai 2017

Neben der Teilnahme im revolutionären Block an der 1. Mai-Demonstration hat die Tierrechtsgruppe Zürich auch im Jahr 2017 wieder ein umfassendes Programm rund um den internationalen Arbeiterkampftag auf die Beine gestellt. Es freut uns, dass unsere Inhalte viel beachtet und konstruktiv diskutiert wurden: Die Marxistisch-Leninistische Gruppe Schweiz lud uns am 29. April ein, auf dem 1. Mai-Fest einen Input zum Thema „Tierbefreiung und Sozialismus“ zu halten. Unsere Erklärung zu einer antideutschen Veranstaltungsreihe wurde unter dem Titel „Rechte Hetze in linkem Gewand“ in der sozialistischen Zeitung Vorwärts abgedruckt (Ausgabe 15/16, vom 12. Mai 2017). Zudem wurden wir vom Revolutionären Aufbau ins Radio Lora eingeladen, um in der Roten Welle rückblickend nochmals eingehend über den von uns organisierten Vortrag „Rebellion als Massenbetrug – Warum der Mainstream der linken Pop- und Subkultur völlig konformistisch ist“ zu sprechen. Den Vortrag gibt es nun auch zum Nachhören auf dem YouTube-Kanal der Tierrechtsgruppe Zürich. Zudem zeigen wir hier nun noch ein paar fotografische Eindrücke rund um den 1. Mai 2017 und bedanken uns an dieser Stelle ganz herzlich bei allen Genossinnen und Genossen sowie Freundinnen und Freunden, die uns im Kampf für eine sozialistische Gesellschaft ohne Schlachthäuser zur Seite stehen und tatkräftig unterstützen!

 

Filmscreening als politisches Statement – Warum die Tierrechtsgruppe Zürich den Film »Losgelöst von allen Wurzeln…« zeigt

Losgelöst von allen Wurzeln Film Melodie und Rhythmus Tierrechtsgruppe Zürich

Der Film »Losgelöst von allen Wurzeln …« dokumentiert eine Begegnung zwischen dem Schauspieler und Gewerkschafter Rolf Becker, der Musikerin Esther Bejarano und dem Historiker und Kunsttheoretiker Moshe Zuckermann. Bejarano hatte im Mädchenorchester des KZ Auschwitz gespielt und mit 21 Jahren den Todesmarsch von Ravensbrück überlebt. Nach dem Krieg war sie nach Israel gegangen und erst 1960 nach Deutschland zurückgekehrt. Im selben Jahr zog Zuckermann mit seinen Eltern, polnischen Holocaust-Überlebenden, von Israel nach Frankfurt am Main. Die beiden langjährigen Freunde von Rolf Becker trafen auf Einladung von Melodie&Rhythmus, dem Magazin für Gegenkultur, im Oktober 2016 das erste Mal aufeinander. Im Zentrum ihrer Begegnung steht die Auseinandersetzung über ihre Erfahrungen als Juden im Land der Täter und ihr kritisches Verhältnis zum zionistischen Staat Israel – einem Land, das sich in Form von Militarismus und einer Politik der Gewalt sukzessive faschisiere und gegenüber den Palästinensern zum Apartheidstaat entwickle, so Zuckermann.

Vegane Vokü: 19:00 Uhr
Film: 20:00 Uhr
Ort: Infoladen Kasama, Militärstrasse 87a, Zürich

Trailer zum Film

 

Filmscreening als politisches Statement – Warum die Tierrechtsgruppe Zürich den Film »Losgelöst von allen Wurzeln …« zeigt

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Innerhalb linker Bewegungen formieren sich seit Ende der 80er Jahre Anhänger der israelischen Besatzungspolitik und Nato-Versteher, welche versuchen, Kritiker von Krieg, Imperialismus und Kapitalismus mundtot zu machen. Diese neokonservativen Demagogen treten ausgehend von der BRD unter Labeln wie „antideutsch“ oder „antinational“ in Erscheinung und gewinnen auch in der Schweiz Unterstützer und Strahlkraft. Vor dem Hintergrund, dass im Volkshaus Zürich eine antideutsche Veranstaltungsreihe in zwei Teilen angekündigt ist, wollen wir mit dem Vorführen des Films »Losgelöst von allen Wurzeln…« einen kulturellen Gegenpol zu dieser rechten Hetze im linken Gewand setzen.

Antideutsche Ikonen besuchen Zürich
Das Filmscreening der Tierrechtsgruppe Zürich findet sechs Tage vor einem Vortrag der deutschen Publizistin Jutta Ditfurth statt, die von einer dubiosen Initiative gegen Antisemitismus Zürich ins Volkshaus eingeladen und in der Programmzeitung des 1. Mai-Komitees unkommentiert beworben wird. Ditfurth steht für prozionistische Positionen und ist dafür bekannt, linke antiimperialistische und antimilitaristische Bewegungen zu diffamieren und politisch anzugreifen. Wer die israelische Regierungspolitik kritisiert oder Solidarität mit palästinensischen Belangen bekundet, läuft Gefahr, von Jutta Ditfurth mit Antisemitismusvorwürfen überzogen zu werden – so erging es auch der Gruppe F.O.R. Palestine, der auch Dror Dayan, der Filmemacher von »Losgelöst von allen Wurzeln …«, angehört.

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Heraus zum 1. Mai!

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Politwochenende zum 1. Mai 2017

Am 22. und 23. April veranstaltet das Revolutionäre Bündnis Zürich wieder ein Wochenende mit politischen Vorträgen, Infozelten, Essen, Siebdruck und Barbetrieb auf dem Kanzleiareal in Zürich. Die Tierrechtsgruppe Zürich wird, wie die Jahre zuvor, mit einem eigenen Infozelt vor Ort sein. Dieses Jahr legen wir den Schwerpunkt auf die Schweizer Fleischindustrie. Zudem organisieren wir einen Vortrag mit Melodie & Rhythmus-Autor John Lütten zum Thema “Rebellion als Massenbetrug”.


Der gegenwärtige Kapitalismus setzt nicht nur auf Repression und Unterdrückung, sondern verkleidet Herrschaft mit repressiver Toleranz: Er greift Wünsche nach Emanzipation, Autonomie und Pluralität auf, um sie zu vereinnahmen und sich so zu modernisieren. Nicht alles, was »subversiv« und »kritisch« daherkommt, ist es also auch. So auch der aktuelle Mainstream linker Pop- und Subkultur-Bands: Diverse »Zeckenrapper«, Punkrock- und Electro-Bands, die von Labels wie Springstoff oder Audiolith vertrieben werden, geben sich nonkonform und rebellisch, sind aber eigentlich völlig angepasst und kreuzbrav. Ihre Forderungen nach Diversität sind linksliberaler Common Sense, ihr Antifaschismus ist staatstragend, und ihr vermeintlicher Hedonismus nur neoliberaler Eskapismus. Das sagt einiges über den Zustand der Linken aus – und macht es modernen Rechten umso leichter, sich als Opposition zu verkaufen.

 

Massaker von Odessa: Kein Vergeben, kein Vergessen!

Gestern, am 10. April 2017, wurden weltweit in diversen Städten Solidaritätskundgebungen für die Ermordeten des Massakers in der ost-ukrainischen Stadt Odessa gehalten. Das Datum ist von historischer Bedeutung: An diesem Tag wurde vor 74 Jahren die Stadt von der faschistischen Besatzung der deutschen Wehrmacht befreit.

Ukraine Soli Odessa Zürich Tierrechtsgruppe

Das Massaker von Odessa ereignete sich am 2. Mai 2014. Damals wurden mindestens 46 Menschen – vorwiegend junge Aktivisten – von einem nationalistischen und faschistischen Mob hauptsächlich des Rechten Sektors im Gewerkschaftshaus eingekesselt und ermordet. Die Angreifer steckten das Gebäude in Brand und prügelten vor dem Haus diejenigen zu Tode, die aus den Flammen flüchten wollten.

Die Hinterbliebenen fordern seither eine gründliche Untersuchung des Massakers, was von der Regierung in Kiew tatkräftig blockiert wird. Das Regime Poroschenko nimmt die Faschisten in Schutz und steckt stattdessen Regierungskritiker, die sich auf die Seite der Opfer von Odessa stellen, ins Gefängnis.

Die Tierrechtsgruppe Zürich gedenkt der Opfer von Odessa und solidarisiert sich mit dem antifaschistischen Kampf in der Ukraine. Wir fordern die Aufklärung des Massakers, die sofortige Freilassung der inhaftierten Aktivisten und ein Ende der Repression gegen die antifaschistische Bewegung in der Ukraine.

Solidarität mit den Menschen in Odessa!

NATO und EU raus aus der Ukraine!

Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!

Mehr Infos zum antifaschistischen Widerstand in der Ukraine

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